Landesbeauftragte für regionale Entwicklung Leine-Weser trifft humanoiden Roboter Cruzr in Braunschweig

Veröffentlicht: 22. September 2022
Dinah Stollwerck-Bauer, Landesbeauftragte für regionale Entwicklung Leine-Weser und Astrid Paus aus dem Amtsbezirk Braunschweig lernen Cruzr und die beteiligten DigiCare Robo Projektpartner kennen

“Hallo, ich bin Cruzr!” Mit diesen Worten begann der humanoide Roboter der Metropolregion GmbH die Vorstellungsrunde beim Projekttreffen vergangene Woche im Innovationslabor der AWO Braunschweig in Querum. Unsere besondere Gästin: Dinah-Stollweck-Bauer, Landesbeauftragte für regionale Entwicklung Leine-Weser, die dem Cruzr nach dem Projektkickoff im Januar (siehe Pressemitteilung) endlich persönlich die Hand schütteln konnte. Ebenfalls anwesend waren Astrid Paus aus dem Amtsbezirk Braunschweig sowie alle am Projekt beteiligten Partner. Im Fokus des Besuchs standen für Frau Stollwerck-Bauer neben dem Kennenlernen Fragen rund um die möglichen Reaktionen der Angehörigen auf den Cruzr, seine Einsatzbereiche und erste Fortschritte. Mehr dazu berichten wir in Kürze.

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DigiCare Robo Projektbesuch im AWO Thinkpool Braunschweig

Ziele des Projekts DigiCare Robo

Im Braunschweiger AWO-Wohn- und Pflegeheim Heidberg soll Cruzr künftig Besucher*innen empfangen, Pflegekräfte entlasten und die Lebensqualität von Bewohner*innen durch individuelle Betreuungsangebote unterstützen. Dafür arbeitet ein interdisziplinäres Team zusammen: gemeinsam mit dem AWO-Bezirksverband Braunschweig und der Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften erarbeitet die Metropolregion Hannover Braunschweig Göttingen Wolfsburg GmbH als Projektträgerin konkrete Anwendungsszenarien für den Einsatz des Roboters in der Pflege. Diese Anwendungen werden in der Pflegepraxis gemeinsam mit Pflegefachpersonal, Bewohner*innen und Angehörigen entwickelt und erprobt.

“Cruzr soll keinesfalls pflegen, also kein Pflegepersonal ersetzen, sondern das Personal entlasten und zusätzliche Beschäftigungsangebote unterbreiten”, erklärt Rifat Fersahoglu-Weber, Vorstandsvorsitzender des AWO-Bezirksverbands Braunschweig. “Gerade im Bereich der Organisation und Verwaltung kann Cruzr entlasten, zum Beispiel beim Verwalten von Corona-Tests oder bei der Abfrage von Speisewünschen”, ergänzt Lennart Helm, der Leiter des AWO-Wohn- und Pflegeheims Heidberg. Der starke Praxisbezug im Projekt stellt sicher, dass Cruzr auf die tatsächlichen Bedürfnisse in der Pflege angepasst wird: “In Nutzerworkshops haben wir ermittelt, welche Anforderungen die Mitarbeiter*innen an Cruzr haben. Sie müssen später mit ihm zusammenarbeiten und wissen, was gebraucht wird”, so Kelly Kollmorgen, Digitalisierungsmanagerin AWO-Bezirksverband Braunschweig.

“Cruzr soll im Projekt DigiCare Robo helfen, von Pflegekräften gewünschte Roboter-Betreuungsleistungen im praktischen Betrieb zu erproben”, ergänzt Prof. Reinhard Gerndt von der Ostfalia Hochschule, der die Programmierung des Pflegeroboters leitet. “Eine Herausforderung ist das Design der Interaktion zwischen Roboter und individuellen Menschen mit unterschiedlichen Fähigkeiten und Sprachfärbungen über die Sprachverarbeitung und den Touch-Bildschirm des Roboters”, so Prof. Gerndt weiter. Eine weitere Herausforderung ist die transparente Programmierung, so dass Pflegekräfte ohne eine Informatikausbildung das programmierte Verhalten des Roboters nachvollziehen können.

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Cruzr soll künftig Besucher*innen empfangen, Pflegekräfte entlasten und die Lebensqualität von Bewohner*innen durch individuelle Betreuungsangebote unterstützen

Danke an Frau Stollwerck-Bauer für den Besuch und an die AWO Braunschweig für den Empfang im Innovationslabor.

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Amt für regionale Landesentwicklung Leine Weser

Das Projekt DigiCare Robo wird gefördert durch

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