Filmfestival Cannes 2021
25. August um 17 Uhr & 27. August um 19:30 Uhr
Damien (Damien Bonnard) und Leïla (Leïla Bekhti) sind ein liebevolles Paar mit einem Sohn, Amine. Damiens und Leïlas Beziehung zeichnet sich durch die besondere Rücksichtnahme auf die Macken des anderen aus. Einander Freiräume zu lassen, ist überlebenswichtig in der kleinen Familie. Denn Kunstmaler Damien hat nicht nur die üblichen Stimmungsschwankungen, die man mit kreativer Arbeit in Verbindung bringen könnte. Er ist ernsthaft krank, die Diagnose lautet „bipolare Störung“. Bei Damien ist es eine Form der Krankheit, bei der er sich nicht matt, sondern im Gegenteil zum Bäumeausreißen fähig fühlt, blind für alles, was er mitzerfetzt.
Trotzdem stellt Joachim Lafosse nicht das Phänomen der psychischen Krankheit in den Mittelpunkt, sondern die Belastbarkeit der Liebe zwischen allen Teilen der Familie, Vater, Mutter, Kind. Ein energetischer und doch ganz zurückhaltender Film, der nicht urteilt oder auf die Tränendrüse drücken will. Ein Film über das Familienleben und -überleben.
BE/LU/FR 2021 OmU (118 Min.)
R: Joachim Lafosse