Lilian (Jodie Foster), eine Psychiaterin, die von New York nach Paris kam, verliert nach dem Selbstmord einer Patientin nicht nur den Halt in ihrem Beruf, sondern auch in ihrem psychischen Leben. Was wusste sie nach jahrelanger Therapie überhaupt über diese Frau? Lilian versucht, der Ursache des Suizids näher auf den Grund zu gehen und tritt auf erschreckende Abgründe. Mithilfe ihrer eigenen Hypnose taucht sie in die Welt der verstorbenen Frau ein, die stark mit ihrem eigenen Leben verbunden zu sein scheint.
Regie: Rebecca Zlotowski
Mit: Jodie Foster, Virginie Efira, Mathieu Amalric, Daniel Auteuil, Vincent Lacoste
Frankreich 2025, OmU (101 Min.), FSK: 12 J.
Marianne ist die reichste Frau der Welt. Pierre-Alain ist ein Dandy, Schriftsteller und Fotograf in Paris. Die Beiden kreuzen sich bei einem Fotoshooting und werden unzertrennlich. Ihre liebevolle Freundschaft überrascht, amüsiert, fasziniert, sorgt für Gesprächsstoff und verunsichert schließlich das Umfeld und die Familie der Milliardärin. Vor allem Mariannes Tochter hat Schwierigkeiten mit der plötzlichen Vertrautheit ihrer Mutter mit diesem jüngeren Mann, der von Geld scheinbar nicht genug bekommen kann. Wie aufrichtig ist er demnach?
Eine grandiose wie doppelbödige Satire über die Macht des Geldes und den verführerischen Glauben an eine Familie, die ihr widerstehen könnte.
Regie: Thierry Klifa
mit: Isabelle Huppert, Laurent Lafitten, Marina Foïs, Raphaël Personnaz
Frankreich, Belgien 2025, OmU (121 Min.), FSK: 12 J.
Die Entstehungsgeschichte von Jean-Luc Godards Kultfilm "Außer Atem" aus dem Jahr 1960 mit Jean-Paul Belmondo und Jean Seberg, der als Klassiker des französischen Kinos und der Nouvelle Vague gilt.
Der Film ist angefüllt mit Bonmots, Zitaten und berauschenden Momenten und ist eine regelrechte Hommage an den französischen Klassiker.
Im Zentrum steht der junge Jean-Luc Godard (Guillaume Marbeck), der 1959 mit wenig Geld und viel Trotz ein Projekt realisiert, das das Kino revolutionieren soll. Der Regisseur Linklater zeichnet kein glorifizierendes Porträt, sondern zeigt eine widersprüchliche Figur: intellektuell überhöht, impulsiv und zugleich getrieben von künstlerischem Zweifel. "Nouvelle Vague" blickt hinter die Fassade des Genies und macht die kreative Reibung spürbar - voller Unsicherheiten, Spannungen und Kompromisse. Besonders in den Szenen zwischen Godard und Jean Seberg (Zoey Deutch) findet der Film aber auch zu stillen Momenten emotionaler Wahrheit.
Statt auf eine chronologische Erzählung setzt der Film auf fragmentarische Kapitel, durchzogen von Wechseln zwischen Realität und Rekonstruktion. Linklater spielt mit Inszenierung und Authentizität. Er bleibt im ständigen Dialog mit der Filmgeschichte, macht aber auch bewusst, dass er hier nur eine Perspektive auf diese zeigt. Ein Balanceakt, der zum Konzept des Films wird.
Regie: Richard Linklater
mit: Guillaume Marbeck, Zoey Deutch, Aubry Dullin, Adrien Rouyard, Antoine Besson, Jodie Ruth-Forest, Bruno Dreyfürst, Benjamin Clery.
Frankreich 2025 (107 Min.), OmU, FSK ab 12J.
Der französische Spielfilm L’Histoire de Souleymane (2024) von Boris Lojkine erzählt eine Woche bzw. zwei Tage im Leben von Souleymane, einem jungen Migranten aus Guinea, der in Paris um sein Überleben und eine Zukunft kämpft.
Souleymane ist aus Guinea nach Frankreich gekommen mit der Hoffnung auf ein besseres Leben. In Paris arbeitet er als Fahrradkurier („Bike-Delivery“) durch die Straßen der französischen Hauptstadt – schnell, oft ohne genügend Schutz oder Rechte. Parallel zu seinem Job muss er einen wichtigen Termin wahrnehmen: Ein Anhörungstermin bei der zuständigen Behörde für Asylverfahren steht bevor und wird über seine Zukunft entscheiden. Er hat keinen regulären Aufenthaltsstatus („sans papiers“) und keine sicheren Papiere. Deshalb gerät er in prekäre Abhängigkeiten: Er nutzt das Konto eines anderen als Kurier, er übernimmt eine Geschichte, die ihm nicht ganz gehört – eine vorgeschriebene Erzählung, damit sein Asylverfahren Erfolg haben könnte.
Der Film zeigt, wie Souleymane nicht nur gegen äußere Strukturen kämpft – wie Ausbeutung in der Gig-Economy, kaum Schlafplätze, permanenter Druck – sondern auch innerlich ringt: mit Würde, Wahrheit, Identität und dem Wunsch nach einem Leben in Sicherheit. Letztlich spitzt sich alles auf diesen Anhörungstermin zu: Er muss mit einer Geschichte antreten, die nicht seine ist, um bleiben zu dürfen – doch im Inneren überlegt er, ob er diese fremde Geschichte wirklich leben will.
Regie: Boris Lojkine
Mit: Abou Sangaré, Nina Meurisse, Emmanuel Yovanie, Younoussa Diallo
Frankreich 2025, OmU (93 Min.)
Algerien, 1938. Der junge Franzose Meursault lebt mit einer offensichtlichen Gleichgültigkeit zum Leben, der Gesellschaft und der Liebe. Ohne die geringste Gefühlsregung beerdigt er seine Mutter und beginnt am nächsten Tag eine Affäre mit seiner Bürokollegin. Doch sein Nachbar stört seinen eingespielten Alltag und eine impulsive Handlung von Meursault endet schließlich tödlich.
Die Neuverfilmung von Albert Camus’ Klassiker „Der Fremde“ (1942) eröffnet einen modernen Zugang zu einem der wichtigsten Werke der französischen Literatur und Philosophie. Regisseur François Ozon verleiht dem Stoff mit seiner künstlerischen Handschrift eine zeitlose Aktualität und lädt dazu ein, über die großen Fragen der menschlichen Existenz nachzudenken: Was ist der Sinn des Lebens? Was bedeutet Freiheit?
Regie: François Ozon
Mit: Benjamin Voisin, Rebecca Marder, Pierre Lottin, Denis Lavant, Swann Arlaud
Frankreich 2025, OmU (120 Min.), FSK: 12 J.
Eine Komödie mit spritzigen Dialogen, kuriosen Figuren und viel Situationskomik, aber auch großen Emotionen und tragischen Untertönen – so reich eben wie das Leben.
Die 80-jährige Marie hat die Nase voll von ihrer Krankheit: Sie will in die Schweiz fahren, um sich das Leben zu nehmen. Aber als sie dies ihrem Sohn Bruno und ihrer Enkelin Anna mitteilen will, gerät sie in Panik und erfindet stattdessen eine große Lüge. Unter dem Vorwand einer mysteriösen Erbschaft, die sie in der Schweiz abholen soll, schlägt sie ihnen einen gemeinsamen Ausflug vor. Hinter dem Steuer des alten Wohnmobils der Familie sitzt ihrem unfreiwilligen Komplize, der Pfleger Rudy, und es beginnt eine unerwartete Reise.
Regie: Enya Baroux
Mit: Hélene Vincent, Pierre Lottin, Juliette Casquet
Frankreich 2025, OmU (97 Min.), FSK: 12 J.
Es gibt nichts Schöneres als ein Geschenk, das von Herzen kommt – oder doch nichts Schrecklicheres?
Das findet zumindest Charlotte, deren Liebsten keine Gelegenheit auslassen, sie mit peinlichen Geschenken an ihr frustrierendes Liebesleben zu erinnern. Von immer gleicher Bettwäsche über Dildos in jeder erdenklichen Form bis hin zum zugegebenermaßen ziemlich gut aussehenden Stripper. Letzterer wird kurzerhand zur nächsten Familienfeier mitgeschleppt, um das Image des ewigen Singles ein für alle Mal zu beenden. Dumm nur, dass Charlottes Geschwister ihre eigenen Überraschungen im Gepäck haben.
Ein Film wie gemacht für alle Geschenkneurotiker, Last-Minute-Shopper, Ewig-Enttäuschten und Verpackungskünstler. Herzerwärmend, schwarzhumorig und unterhaltsam.
Regie: Raphaële Moussafir, Christophe Offenstein
Mit: Chantal Lauby, Gérard Darmon, Camille Lellouche, Max Boublil
Frankreich 2024, OmU (94 Min.), FSK: 6 J.
Paris in den 1960er Jahren: Esther Perez bringt ihr sechstes Kind zur Welt, den kleinen Roland. Er wird mit einer Fehlbildung am Fuß geboren. Die Ärzte sind sich sicher, dass Roland niemals richtig laufen wird.
Doch Esther ist eine starke und sture Frau, die ihrem Kopf und vor allem ihrem Herzen folgt. Entgegen aller Ratschläge verspricht sie Roland, dass er an seinem ersten Schultag wie alle anderen Kinder auf eigenen Beinen in die Schule gehen wird - und Esther ist eine Mutter, die wahre Wunder vollbringen kann. Alles setzt sie nun daran, ihr Versprechen zu halten und schleppt Roland von Orthopäde zu Heilerin und wieder zurück. Mit unerschütterlichem Optimismus ist sie niemals um eine neue Strategie verlegen, die ihrem Sohn das Glück bescheren kann, auf eigenen Beinen zu stehen, selbst wenn der liebe Gott dabei eine Rolle spielen muss und ihre jüdische Großfamilie dazu verdammt ist, monatelang den heilsamen Klängen französischer Chansons zu lauschen.
Regie: Ken Scott
Mit: Leïla Bekhti, Jonathan Cohen, Joséphine Japy, Sylvie Vartan. Jeanne Balibar
Frankreich 2025, OmU (98 Min.), FSK. 0 J.
Sommerhitze, endlose Ferien und erotische Spannungen - mit Alain Delon und Romy Schneider.
Das Paar Marianne und Jean-Paul verbringt seinen Sommerurlaub in der Nähe von Saint-Tropez in einem traumhaften Haus mit großem Pool. Plötzlich taucht Jean-Pauls alter Freund Harry auf. Marianne war vor vier Jahren Harrys Geliebte, bevor sie Jean-Paul kennen und lieben lernte. Harry bringt seine 18-jährige, attraktive Tochter Pénélope mit, von der zuvor weder Marianne noch Jean-Paul etwas gewusst haben.
Träge von der Sommerhitze räkeln sich die Protagonisten am Pool und es entsteht eine erotische Spannung, nicht zuletzt aus der Tatsche, dass Regisseur Jacques Deray die ewigen Verlobten Romy Schneider und Alain Delon in seinem Swimmingpool zum ersten mal nach ihrer Trennung wieder zusammengebracht hat...
Mit: Alain Delon, Romy Schneider, Maurice Ronet, Jane Birkin
Regie: Jacques Deray
Frankreich 1969, OmU (100 Min.), FSK: 16 J.
Im Jahr 2025 erfahren 30 entfernte Verwandte, dass sie ein seit Jahren leerstehendes Haus in der Normandie erben werden. Vier Cousinen und Cousins werden beauftragt, das Haus zu inspizieren und stoßen auf die Spuren der geheimnisvollen Adèle. Durch gemeinsame Aufarbeitung erfahren sie mehr über ihre Ahnin, die mit 20 Jahren ihre Heimat verließ, um in Paris nach ihrer Mutter zu suchen.
1895 in der Hauptstadt angekommen, erlebt Adèle das Fin de Siècle inmitten einer industriellen und kulturellen Revolution. Durch ihre introspektive Reise in ihrer Genealogie entdecken die vier Nachfahr*innen einen besonderen Moment am Ende des 19. Jahrhunderts, geprägt durch den Impressionismus und die Fotografie.
Mit: Cécile De France, Vassili Schneider, Vincent Perez, Vincent Macaigne, Sara Giraudeau
Regie: Cédric Klapisch
Frankreich 2025, OmU (124 Min.), FSK: 12 J.