Aus Deutschland: Serviceroboter „HolliE“ im Klinikum Karlsruhe

Veröffentlicht: 29. April 2022
Bildquelle: Markus Kümmerle, Städtisches Klinikum Karlsruhe

Im Städtischen Klinikum Karlsruhe wird der Serviceroboter HolliE im Krankenhausalltag getestet. Er soll in den Aufgabenfeldern Transport, Logistik, interaktive Assistenz und Dokumentation Pflegekräfte entlasten.

An der Testung im Realbetrieb im neuen Betten- und Funktionsgebäude Haus M sind Pflegekräfte und Patienten beteiligt. In einem eigens dafür eingerichteten Zimmer werden Grundfunktionen des 1,6 Meter hohen Roboters von Patienten und Pflegekräften getestet. HolliECares ist ein vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördertes Verbundprojekt mit einem Volumen von gut 2,6 Millionen Euro unter der Koordination des Deutschen Instituts für angewandte Pflegeforschung (DIP).

HolliE nimmt Pflegekräften wiederkehrende Tätigkeiten ab

Der Serviceroboter kommt in drei verschiedenen Aufgabenfeldern zum Einsatz: HolliE kann bei der Kontrolle von Materialbeständen behilflich sein und Medikamentenschränke befüllen und verwalten. Im Bereich der Pflegeassistenz kann der Roboter gehfähige Patienten zu ihren Untersuchungen begleiten, sowie Patienten zu Bewegungsübungen auffordern und per Tablet anleiten.

Ein weiterer Bereich der Pflege, der viel Zeit in Anspruch nimmt, ist die Wunddokumentation. Auch hier hat HolliE das Potential, Pflegefachkräfte enorm zu entlasten, indem er mittels Sprachsteuerung und integrierter Hardware Bilder anfertigt und alle wichtigen Daten automatisch in die Wunddokumentation übernimmt.

Zweite Testphase für Ende 2022 geplant

„HolliE wurde in Karlsruhe im Forschungszentrum für Informatik (FZI) – House of Living Labs – am KIT entwickelt und verbessert sich stetig. Mittlerweile kann er Serviceaufgaben sicher übernehmen und wird nun bei uns im Klinikum in einer realistischen Mensch-Roboter-Zusammenarbeit in der Pflege getestet“, sagt Prof. Dr. Uwe Spetzger, der 2019 zusammen mit Markus Heming dieses Projekt angeschoben hat. „Für die sichere Navigation in Real-Life-Szenarien in dynamischen Umgebungen wie hier im Krankenhaus ist eine höchstaufwendige Robotersteuerung notwendig“ erklärt Spetzger. „Modernste Technologie und die Implementierung von künstlicher Intelligenz sind notwendig, um die komplexen Entscheidungen und eine angenehme Kollaboration zwischen Mensch und Maschine überhaupt zu ermöglichen“, erläutert Dr. Arne Rönnau, Leiter des FZI Living Lab Service Robotics am KIT.

Neben dem Deutschen Institut für angewandte Pflegforschung (DIP) sind das Forschungszentrum für Informatik (FZI), das Karlsruher Institut für Technologie (KIT), die ArtiMinds Robotics GmBH, das AWS-Institut für digitale Produkte und Prozesse (AWSi), das Fraunhofer IOSB sowie das Knappschaftsklinikum Saar beteiligt. Eine zweite Testphase ist für Ende des laufenden Jahres im Klinikum geplant.

Quelle:

Klinikum Karlsruhe: Robotik zur Unterstützung in der Pflegepraxis (klinikum-karlsruhe.de)

https://www.kma-online.de/aktuelles/pflege/detail/serviceroboter-assistiert-pflegekraeften-im-klinikum-karlsruhe-47325

Im Rahmen ihrer breitgefächerten Stiftungsarbeit möchte die Robokind Stiftung einen wertvollen Beitrag dazu leisten, die Gesellschaft auf die digitale Transformation vorzubereiten und entwickelt in enger Zusammenarbeit mit der IHK Hannover speziell auf die Bedarfe verschiedener Zielgruppen abgestimmte Fortbildungen für die Aus- und Weiterbildung in der kollaborativen Robotik. Wir haben mit Frau Dr. Grischke und ihrem Team über die Stiftung, KI in der Weiterbildung, den Roboterführerschein, Möglichkeiten im Gesundheitswesen und den Verbund der Metropolregion gesprochen

GesundheIT: Die Initiative Robokind in 3 Sätzen?

Robokind: Die im Jahr 2018 gegründete gemeinnützige Robokind Stiftung verfolgt mit ihrem Stiftungsgedanken und ihren von der Region Hannover, dem niedersächsischen Wirtschaftsministerium und dem europäischen Sozialfonds geförderten Projekten eine nachhaltige und langfristige Fachkräftestrategie zur Stärkung der Region Hannover und des Landes Niedersachsen. Im Rahmen ihrer breitgefächerten Stiftungsarbeit mochte die Robokind Stiftung einen wertvollen Beitrag dazu leisten, die Gesellschaft auf die digitale Transformation vorzubereiten und entwickelt in enger Zusammenarbeit mit der IHK Hannover speziell auf die Bedarfe verschiedener Zielgruppen abgestimmte Fortbildungen für die Aus- und Weiterbildung in der kollaborativen Robotik. Die Schulungen der Robokind Stiftung reichen dabei von kostenlosen Onlineformaten (www.roboterfuhrerschein.de) bis hin zu branchen- und zielgruppenspezifischen zertifizierten Schulungen mit IHK-Abschluss.

GesundheIT: Wie können #KI und #Robotik die Weiterbildung schon heute transformieren? Wie könnte es im Jahr 2030 aussehen?

Robokind: Die nächste Digitalisierungswelle wird nicht mit Breitbandinternet am Bildschirm enden, sondern neue Technologien wie die „verkörperte künstliche Intelligenz“ mit sich bringen, die es uns ermöglichen wird, Roboterwerkzeuge als „Fernkörper“ zu nutzen, um beispielsweise Kontaktverbote einzuhalten, gefährliche Umgebungen zu vermeiden und dennoch „physische Präsenz“ zu ermöglichen.

Zukunftstechnologien - wie Robotik und Künstliche Intelligenz - werden zukünftig gravierenden Einfluss auf unseren Alltag und viele Berufsfelder haben. Viele Branchen und Berufe werden ohne diese Technologien nicht mehr auskommen, daher ist es dringend erforderlich, dass Schuler innen. Auszubildende, Studierende sowie Lehr- und Fachkräfte auf diese Entwicklung und die Anfordernisse von morgen vorbereitet und entsprechend geschult werden. Das Wissen über die Fähigkeiten und Möglichkeiten modernster taktiler Roboter ist eine essentielle Schlüsselkompetenz, um das große ökonomische Potential dieser Zukunftstechnologie vollumfänglich zu nutzen.

Wünschenswert und vorstellbar wäre, dass Robotik und KI in Handwerksbetrieben und kleinen und mittelständischen Unternehmen - z.B. im Pflege- und Gesundheitsbereich - Einzug erhalten, um dort monotone. wiederkehrende und gesundheitsgefährdende Arbeiten abzunehmen.

GesundheIT: Was lernen die Teilnehmenden bei Ihrem Roboterführerschein? Wie geht es danach weiter?

Robokind: Der Roboterfuhrerschein ist eine multimediale Online-Schulung basierend auf dem Lernmanagementsystem „moodle“. Er beinhaltet viele Videos und interaktive Aufgaben, sodass ein niedrigschwelliger Zugang zum Themenbereich „koIIaborierende Roboter“ für alle Interessierten möglich ist. Unter www.robotikschuIungen.de bieten wir den Roboterfuhrerschein seit Dezember 2020 als kostenlosen Grundlagenkurs an, damit diese sich immer schneller entwickelte Technologe alltäglicher wird. Nach diesem ersten Einblick in die Welt der Robotik besteht für die Teilnehmenden selbstverständlich die Möglichkeit, sich für einen der vielfaltigen Kurse bei der Robokind Stiftung unter www.robotikschuIungen.de anzumelden und dort ihr Wissen in einem IHK-Kurs weiter zu vertiefen.

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Mit dem „Roboterführerschein Kids“ bietet die Robokind Stiftung ein Format für Kinder ab 8 Jahren in den Schulferien an. Die Teilnehmer innen wurden hier in einer Woche durch eine Kombination aus Theorie und praktischen Übungen geführt, mit dem Ziel, Wissen auf dem Gebiet der Robotik zu vermitteln oder bereits vorhandenes Wissen zu vertiefen. Hohepunkt des Formats ist der Wettbewerb (Robothon) am letzten Kurstag.

GesundheIT: Manchmal werden Roboter als Ersatz für den Menschen gesehen. Wie gehen Sie mit Skepsis vor Robotik um?

Robokind: Durch unsere Hands on Mentalität in den Schulungen, diversen Workshops und Informationsveranstaltungen möchte die Robokind Stiftung gezielt Ängste und Barrieren abbauen. Wir müssen die Denkweise der Menschen ändern, damit sie verstehen, dass Roboter als wertvolle „Werkzeuge“ dienen. Taktile Roboter bringen mehr Flexibilität und Sicherheit und vereinfachen industrielle Prozesse.

GesundheIT: Welche Erfoglsstory erzählen Sie gerne?

Robokind: Es ist immer faszinierend zu sehen, dass Grundschulkinder ohne Wissen in Informatik und ohne Vorwissen in Robotik ganz leicht und selbstverständlich einen modernen Industrieroboter programmieren!. Noch beeindruckender ist es aber, dass nicht nur technikaffine Kinder das hinbekommen, sondern auch Rentner, die über wenig technische Erfahrungen mit Robotern oder Computern haben!

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Ein weiteres Highlight war die feierliche Verleihung der ersten IHK-Zertifikate für den Robokind-Lehrgang „AnwenderIn für kollaborierende Roboter“ an die allerersten Absolventen (Azubis der BBS Neustadt) auf der Ideenexpo 2019. „Ganz besonders freut uns, wenn unsere gemeinnützige Arbeit Früchte tragt!“

So hat die Robokind Stiftung bereits mehr als 30 Lehrerinnen und Lehrer niedersächsischer allgemeinbildender und berufsbildenden Schulen ausgebildet und diese Lehrkräfte bei der Entwicklung von Unterrichtskonzepten unterstutzt. Um das besondere Engagement dieser Lehrkräfte hervorzuheben und zu honorieren, hat die Robokind Stiftung eigens hierfür ein Konzept für ein Gütesiegel für robotikaffine Schulen entwickelt, und dies am November 2021, unter der Schirmherrschaft von Herrn Kultusminister Grant Hendrik Tonne - vertretend durch die Staatssekretarin des niedersächsischen Kultusministeriums Gaby Willamowius - an niedersächsische Schulen verliehen.

Darüber hinaus freut sich die Robokind Stiftung, dass sie im Jahr 2021 zum Digitalen Ort Niedersachsen ernannt wurden. Die offizielle Auszeichnung wurde am 6.05.2021 durch den Staatssekretar Muhle des Niedersächsischen Ministeriums für Wirtschaft. Arbeit, Verkehr und Digitalisierung, in den Räumlichkeiten des ZeRiG verliehen. Die Veranstaltung wurde durch die Keynote von Stiftungsgründer Professor Sami Haddadin und durch die Laudatio des Beiratsvorsitzenden der Robokind Stiftung Dr. Oliver Brandt. Beschäftigungsforderung Region Hannover, feierlich abgerundet.

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Weiterhin wurde die Robokind Stiftung mit dem lnnovationspreis Niedersachsen 2021 in der Kategorie Kooperation” gemeinsam mit der Region Hannover, der IHK Hannover und der Roboterfabrik an der Leibniz Universität Hannover ausgezeichnet. Die Auszeichnung hat die Robokind Stiftung auf der feierlichen Verleihung im Landesmuseum Hannover durch die Vorstandesvorsitzende des Innovationsnetzwerkes Niedersachsen Dr. Hildegard Sander entgegengenommen.

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GesundheIT: Das ZeRiG (Zentrum für Robotik im Gesundheitswesen) erforscht den Einsatz von Robotik in stillgelegten OP-Sälen. Wir arbeiten im Rahmen unserer Entwicklungsplattform Innovative Pflege ebenfalls mit Robotik. Wie schätzen Sie das Potenzial im Gesundheitsbereich ein? Woran fehlt es?

Robokind: Großes Potenzial für den Einsatz von Robotik und assistiven Systemen sieht die Robokind Stiftung insbesondere im Pflege- und Gesundheitssektor und hat daher eine zukunftsweisende Kooperation mit dem Klinikum Nordstadt der Klinikum Region Hannover GmbH geschlossen. Die Vision der Kooperationspartner ist, ein Bildungs- und Kompetenzzentrum für Robotik im Gesundheitswesen (ZeRiG) in Niedersachsen mit Strahlkraft weit über die Landesgrenzen hinaus zu schaffen, in dem Aus- und Weiterbildungskonzepte an Roboterdemonstratoren entwickelt, erprobt und so deutschlandweit in den Realeinsatz gebracht werden können. Das Bewusstsein in der Gesellschaft für den Einsatz von Robotik und KI im Pflege- und Gesundheitsbereich muss weiterhin gestärkt und ausgebaut werden und Einsatzszenarien im Realbetrieb geschaffen werden.

GesundheIT: Kann womöglich der technische Fortschritt dazu beitragen, den Pflegeberuf attraktiver zu machen und Pflegekräfte zu entlasten?

Robokind: Zuerst sollten digitale Technologien die Möglichkeiten für pflegebedürftige Menschen verbessern, damit diese selbstbestimmt und sicher versorgt leben können. Darüber hinaus sollen sie Pflegende bei ihren Tätigkeiten entlasten. Dies gilt sowohl für pflegende Angehörige, aber vor allem für professionelles Pflegepersonal. So können digitale und technische Anwendungen zum Beispiel bei Routinetätigkeiten assistieren, bei körperlich anstrengenden Verrichtungen unterstützen oder durch Monitoring Funktionen in der Pflege übernehmen: Digitale Assistenzsysteme können beispielsweise die richtige Einnahme von Medikamenten steuern, indem nur das passende Medikamentenfach geöffnet wird oder auch an die zeitlich richtige Einnahme der Medikamente der Signalton erinnert wird. Verschiedene digitale Systeme können kleinere Unterstützung im Alltag anbieten, z.B. eine akustische Suchunterstützung beim Auffinden verlegter Dinge, digitalisierte Terminerinnerungen oder die Steuerung automatisierter Raumbeleuchtung. Ferner kann mit verschiedenen Sensoren beispielsweise festgestellt werden, ob Brandgefahr besteht, Gas austritt, Wasser überläuft, eine Person im Bett liegt oder auf dem Boden gestürzt ist. Alle diese Systeme werden über „SmartHome-Dienste“ von Pflegekräften, Angehörigen oder Sicherheitsdiensten überwacht. Sturzsektoren alarmieren Helfer oder lösen beim Erkennen einer Gefahrensituation eine Benachrichtigung aus. Kurzum: Digitale Assistenzsysteme sind in der Lage Leben zu retten.

GesundheIT: Sie arbeiten mit zahlreichen Partnern in der Metropolregion. Welchen Mehrwert wünschen Sie sich aus dem metropolregionalen Verbund?

Robokind: Wir würden uns freuen, wenn wir als gemeinnützige Stiftung mit unserem Stiftungszweck und unseren Schulungen noch mehr Menschen – insbesondere auch KMUs und Unternehmen im Pflege- und Gesundheitsbereich in der Region mit ansprechen könnten und für die neuen Zukunftstechnologien begeistern können.

Fotonachweise / -quellen: Robokind Stiftung

Ausnahme: Innovationspreis-Bild: © Innovationsnetzwerk Niedersachsen (Foto: Henning Scheffen) https://www.innovationsnetzwerk-niedersachsen.de/innovationspreis-niedersachsen-2021.html

Förderbescheid für DigiCare Robo „Robotik in der Pflegepraxis“ übergeben

Metropolregion, 28.01.2022. Im Rahmen der Health Lounge am 27. Januar 2022 übergab die Landesbeauftrage des Amts für regionale Landesentwicklung Leine-Weser, Dinah Stollwerck-Bauer, den Förderbescheid für das Projekt DigiCare Robo an die Projektpartner Metropolregion GmbH, AWO Bezirksverband Braunschweig e.V. und die Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften. Das Projekt hat sich aus der Entwicklungsplattform Innovative Pflege InCa 4D  entwickelt und arbeitet vertieft am Einsatz von Robotik zur Unterstützung in Pflegeeinrichtungen.

Im Zentrum der Entwicklungsarbeiten von DigiCare Robo stehen die Bedarfe in Versorgungseinrichtungen, die von den InCa 4D-Projektpartnern bereits in zahlreichen Innovationsworkshops ermittelt wurden. Im Projekt wird die Umsetzung technischer Lösungen in die Pflegepraxis erfolgen. Nach der Erstellung des technischen Frameworks auf dem humanoiden Roboter Cruzr werden in Entwicklungs- und Erprobungsphasen mehrere Apps für verschiedene Anwendungsszenarien, wie das Besuchermanagement und soziale Interaktion, entwickelt. Zuständig für die Programmierung und den technischen Support des Roboters ist die Fakultät Informatik der Ostfalia. Die Erprobung erfolgt durch den Anwendungspartner AWO Bezirksverband Braunschweig in ausgewählten Pflegeeinrichtungen.

Kai Florysiak, Geschäftsführer der Metropolregion GmbH und verantwortlich für das Handlungsfeldes Gesundheit, zeigt sich erfreut über den Projektstart und betont: „DigiCare Robo ist ein praktisches Beispiel für den Mehrwert unserer kooperativen Entwicklungsplattform InCa 4D. Wir haben mit der AWO Braunschweig und der Ostfalia Hochschule zwei starke metropolregionale Partner, die Anwendung und Entwicklung zusammenbringen – die Zusammenarbeit aus unterschiedlichen Perspektiven macht das Projekt aus.“ Besonders wichtig sei die Bewohner*innen- und Pflegefachkraftorientierung, so Rifat Fersahoglu-Weber, Vorstandsvorsitzender des AWO-Bezirksverbands. „Wir erarbeiten die Bedarfe vor Ort mit unseren Pfleger*innen, Bewohner*innen und deren Angehörigen und beziehen sie in die digitalen Lösungsanwendungen direkt mit ein. Wir wollen Cruzr als Unterstützung für die Bewohner*innen und als Entlastung für unsere Pflegekräfte in unseren AWO-Wohn- und Pflegeheimen einsetzen.“

Auch Prof. Dr. Reinhard Gerndt und sein Entwicklerteam stehen in den Startlöchern: „Roboter können einen wertvollen Beitrag zur Verbesserung der Lebensqualität pflegebedürftiger Menschen und der Arbeitsqualität in der Pflege leisten, sofern sie verantwortungsvoll eingesetzt wird. Wenn wir alles richtig machen, können wir in dem Bereich mit der Robotik erhebliches Potenzial heben. In DigiCareRobo haben wir uns, auch der aktuellen Zeit geschuldet, den Erhalt von sozialen Kontakten vorgenommen. Hierzu planen wir einmal eine Empfangsfunktion für persönliche Besuche und dann eine Kommunikationsfunktion für die Unterstützung bei Videokonferenzen zu programmieren. Beide Funktionen helfen Kontakte mit Angehörigen und Freunden zu erhalten, entlasten Pflegekräfte und unterstützen den Gesundheitsschutz. 

Dinah Stollwerck-Bauer, Landesbeauftragte für regionale Landesentwicklung Leine-Weser über den Projektstart: "Ich freue mich auf ein innovatives Projekt, das genau den Zeitgeist trifft. Nicht nur weil wir in der noch andauernden Pandemie Personalengpässe im Gesundheitswesen noch stärker zu spüren bekommen, sondern hier ein Baustein für langfristige Lösungen zur stabilen medizinischen Versorgung der Menschen in Stadt und Land geschaffen wird".

Aus dem Projekt DigiCare Robo sollen auch Synergien für andere innovative Pflegeprojekte der Entwicklungsplattform InCa 4D erzeugt werden. So können die Ergebnisse aus dem bedarfsorientierten, partizipativen Vorgehen des Projekts auch zukünftig genutzt werden, um digitale Lösungen mit hoher Akzeptanz und positiver Bewertung der Anwender*innen in die Praxis zu bringen und dort zu etablieren.

Über InCa 4D

Die Entwicklungsplattform „InCa 4D“ bringt Organisationen und Akteure aus dem Bereich Pflege in der Metropolregion zusammen, um bedarfsorientiert Innovationen für die Praxis zu entwickeln – aus der Pflege, für die Pflege. In regelmäßigen Abständen finden Innovationsworkshops und andere Vernetzungs- und Informationsveranstaltung statt, die den Blick für Bedarfe schärfen und die richtigen Akteure aus Wissenschaft, Wirtschaft und Anwendung zusammenbringen. Innovative Pflegeprojekte werden aktiv vorangetrieben und unterstützt. Die Projektpartner AWO Braunschweig und Ostfalia Hochschule sind aktive Mitglieder der metropolregionalen Entwicklungsplattform. Mehr Informationen sowie die Möglichkeit zur Kontaktaufnahme unter: https://metropolregion.de/gesundheit/inca-4d/

Auf dem Bild: Die Projektpartner Rifat Fersahoglu-Weber (AWO Bezirksverband Braunschweig e.V.), Kai Florysiak (Metropolregion GmbH) und Prof. Reinhard Gerndt (Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften) beim Projektstart auf der HealthLounge in Hannover.

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