Die Flotte electric im E-Mobility Magazin 22

Veröffentlicht: 24. November 2022

Unsere Flotte electric im E-Mobility Magazin Check: Vorteile, Herausforderungen, Zahlen. Danke an das Magazin des behörden Spiegel für Infrastruktur, Fahrzeuge und Konzepte für den Gastbeitrag.

Das Jahr 2013 - viele erinnern sich wahrscheinlich noch an das Erscheinungsjahr des ersten vollelektrischen VW e-up!, des BMW i3 oder des Renault ZOE. Insgesamt gab es damals laut Statista in Deutschland circa 7000 reine Elektroautos. Bereits ein Jahr zuvor startete die Forschungs- und Entwicklungsinitiative "Schaufenster Elektromobilität" der Bundesregierung, die einen starken Fokus auf eine Vielzahl von E-Mobilitätsprojekten legte. Eines der Schaufenster-Projekte im Zielgebiet der Metropolregion Hannover Braunschweig Göttingen Wolfsburg ist die Flotte electric, ein Angebot des Vereins "Kommunen in der Metropolregion", Kommunen bei der Elektrifizierung ihrer Fuhrparks organisatorisch und finanziell zu unterstützen. In den letzten neun Jahren hat die Flotte electric im wahrsten Sinne des Wortes Fahrt aufgenommen und sich mittlerweile zu einer der größten kommunalen E-Fahrzeugflotten Europas entwickelt.

Den ganzen Artikel können Sie hier lesen.

Quelle: E-Mobility Magazin 2022, Behörden Spiegel, Seite 16-18

Der September ist Mobilitätsmonat in der Metropolregion.

Los ging es letzte Woche auf dem bfp Forum der Schlütersche Fachmedien GmbH mit den Top-Themen der betrieblichen Mobilität: Mobilitätsrevolution, Lieferschwierigkeiten und Auswirkungen auf die Mobilität, betriebliche und urbane Mobilität der Zukunft. Neben unserem Projektmanager Mobilität, Maximilian Dierks, war auch unsere Geschäftsführerin, Silvia Nieber, auf dem Messegelände vor Ort. Auf der Talk-Bühne für die Metropolregion stand Leila Morgenroth von der Energieagentur Region Göttingen zum bedarfsgerechten Einsatz von Mobilitätsformen und der Frage „Ab wann ist ein Fahrrad/Lastenrad sinnvoll und ab wann lohnt sich ein Auto?“

Im Rahmen der Diskussionsrunde bin ich gefragt worden, ob Mobilität kostenlos oder so günstig wie zum 9-Euro-Tarif sein soll. Die Antwort ist klar: Mobilität ist nicht kostenlos, es ist nur die Frage wer die Kosten trägt und wie man die Gesellschaft beeinflussen will, wie sie sich bewegt und wie Waren bewegt werden mit welcher Art von Fahrzeugen. Ich finde es aber durchaus wichtig, den Mehrwert, den uns Mobilität und Logistik bringt, dabei in der Veränderung und Aufklärung mit einzubringen. In der Mobilität muss es darum gehen, das richtige Gefährt für den richtigen Zweck zu nutzen. Dass Misch-Fuhrparks in Betrieben, ob im Betrieb, als Leasing-Modell oder als Sharing-Option (je nach Größe und Nutzen im Betrieb) sinnvoll sind, wo Mitarbeitende über Anreize motiviert werden, verschiedene Gefährte zu nutzen und sie für ihren jeweiligen Zweck einzusetzen. Es gibt schicke digitale Lösungen, um entsprechend im Unternehmen oder in Teams kleine Wettbewerbe oder ähnliche Anreize schaffen kann, um entsprechend einzuwirken.

Leila Morgenroth, Geschäftsführung | Energieagentur Region Göttingen

Unser Fazit: Eine sehr gelungene Veranstaltung mit viel Raum für spannende Impulse und Start-Up Ideen für die Zukunft der alternativen Mobilitätsformen. Wir wünschen uns etwas weniger Fokus auf PKW und mehr Initiativen für Jobräder, Jobroller und alle diejenigen, die ohne Auto Strecken zurücklegen. Danke an die Messe Hannover, wir waren gerne als Partnerin dabei.

Am 16. September startet die Europäische Mobilitätswoche unter dem Motto „Besser verbunden“. Die Kampagne der Europäischen Kommission bietet Kommunen aus ganz Europa die Möglichkeit, ihren Bürger*innen die komplette Bandbreite nachhaltiger Mobilität vor Ort näher zu bringen. Mit dabei sind unter anderem die Stadt Braunschweig und der Landkreis Hameln-Pyrmont, die ein Aktionsangebot für Jung und Alt rund um nachhaltige und sichere Mobilität anbieten. Mehr Info hier: EMW 2022 | Stadt Braunschweig und Europäische Mobilitätswoche im Landkreis | Klimafreundlich mobil im Landkreis Hameln-Pyrmont (klimafreundlich-mobil.de)

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© BSM/Umweltbundesamt

Jetzt mitdiskutieren über Maßnahmen für die Mobilität der Zukunft in Braunschweig - Online und am 16. September auf dem Platz der Deutschen Einheit! Der Mobilitätsentwicklungsplan (MEP) von Braunschweig steht vor seinem nächsten Meilenstein. Im Fokus steht die Frage: „Welche Maßnahmen brauchen wir für eine lebenswerte, klimafreundliche und zukunftsorientierte Mobilität in Braunschweig?“ Vom 16. September bis zum 31. Oktober werden verschiedene Mobilitätsmaßnahmen in einer Online-Beteiligung unter https://bs-mobilitaet.de/  spielerisch zur Diskussion gestellt. Das digitale Mobilitätsspiel ermöglicht es den Teilnehmenden, aus einem Katalog aus ausgewählten Maßnahmen eine ganz persönliche Mobilitätsvision zu entwickeln. Am Freitag, 16. September, ist das MEP-Team von 14 bis 18 Uhr auf dem Platz der Deutschen Einheit vor Ort. Hier können Fragen zum Mobilitätsentwicklungsplan gestellt werden. Es besteht die Möglichkeit zur Diskussion, und wer möchte, kann mit einem Kaffee vom Coffee-Bike auf den mobilen Sitzmöbeln entspannen. Bis zum 22. September wird zudem eine Ausstellung zum Sachstand des Mobilitätsentwicklungsplanen und zu drei möglichen Mobilitätsszenarien der Zukunft auf dem Platz der Deutschen Einheit gezeigt. Die drei entwickelten Szenarien stehen unter den Überschriften: Smarte Mobilität, Starker Umweltverbund und Stadtraum für Menschen. Alle Informationen zum Mobilitätsentwicklungsplan und zur öffentlichen Beteiligung unter www.mep.braunschweig.de.

Am 17. Und 18. September freuen wir uns auf die Premiere der e-Days der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung und den Auftritt unserer Geschäftsführerin Silvia Nieber. Dabei im Fokus: Die Entwicklung der Elektromobilität. Mit dabei in der Talkrunde: Markus Emmert (Vorstand Bundesverband eMobilität e.V.), Prof. Dr.-Ing. Lars-O. Gusig (Hochschule Hannover, Forschungscluster Energie, Mobilität, Prozesse), Jan Trense (Bereichsleiter Dienstleistungen und Elektromobilität, enercity) und Tim Gerstenberger (Landeshauptstadt Hannover, Stabstelle Smart City). Auf insgesamt 17.000 Quadratmetern in und an der Alten Druckerei auf dem Gelände der Madsack Mediengruppe können von 10-18 Uhr Elektrofahrzeuge und E-Bikes probegefahren, Talks gelauscht und Förderfragen beantwortet werden. Die E-Days sollen perspektivisch zur größten Plattform regionaler Anbieter von Produkten und Ideen der Elektromobilität werden. Die Messe ist kostenlos, eine Anmeldung ist nicht nötig. Kostenlose Parkplätze sind vorhanden.

Radfahrerinnen und Radfahrer aufgepasst! Bis zum 24.9. können alle Braunschweiger*innen fleißig grüne Kilometer beim Stadtradeln sammeln. Bis zum 30.11. haben alle Radfahrer*innen außerdem die Möglichkeit, das Radklima in Braunschweig und Göttingen beim ADFC-Fahrradklima-Test unter http://fahrradklima-test.de zu bewerten. Teilnehmen lohnt sich!

Göttingen will es wieder wissen: Wie fahrradfreundlich ist die Stadt? Lassen sich Ziele in Göttingen zügig und direkt mit dem Rad erreichen? Was klappt gut, was muss noch optimiert werden? Ob Viel-, Wenig- oder Gelegenheitsradler*in – alle sind aufgerufen, an der aktuellen Online-Umfrage des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) zum Fahrradklima-Test 2022 teilzunehmen.

Eine Teilnahme ist bis zum 30. November 2022 auf der ADFC-Webseite möglich. Beim vom ADFC durchgeführten Fahrradklimatest 2018 belegte Göttingen Platz 1 in der Kategorie „Spitzenreiter“ (bester absoluter Durchschnittswert) der Klasse 100.000 bis 200.000 Einwohner. Auch im Jahr 2020 war die Stadt erfolgreich und belegte den Rangplatz 1 in ihrer Größenklasse. Der Fahrradklima-Test wird alle zwei Jahre durchgeführt.

Fahrradfahren gehört zu Göttingen

Prozent der Göttinger*innen steigen regelmäßig auf das Fahrrad – für viele ist es sogar das primäre Verkehrsmittel. Denn: Radfahren ist gut fürs Klima, stärkt die Gesundheit und macht in Göttingen Spaß. Dafür sorgen der Radschnellweg – der erste bundesweit, der mitten durch eine Großstadt führt – sowie mehrere Fahrradstraßen und das Lebensgefühl der Menschen, dass das Fahrradfahren ganz einfach zu Göttingen gehört. 

Grüne Welle fürs Fahrrad

Der Radschnellweg führt vom Göttinger Bahnhof am Campus vorbei zum Universitätsklinikum und großen universitären sowie wissenschaftlichen Einrichtungen im Norden der Stadt. Etwa 1,4 Kilometer verlaufen als Fahrradstraßen zusammen mit dem übrigen Verkehr. Separate Anlagen für den Radverkehr mit großzügigen Breiten von drei bis vier Meter bei Zweirichtungsradwegen wurden auf den restlichen 2,6 Kilometer geschaffen, vorhandene Radwege wurden modernisiert und erweitert. Je nach Höhe des Radverkehr-Aufkommens und nach Verkehrslage kommt es zu einer grünen Welle für den Radverkehr, der durch Zählschleifen im Radweg gemessen wird. Der Radweg wird außerdem bei winterlichen Straßenverhältnissen bevorzugt geräumt.

Die Strecke wurde inzwischen ab dem Göttinger Bahnhof in Richtung Süden bis zum Rosdorfer Kreisel ausgebaut. Der nördliche Ausbau des Radschnellweges in Richtung Bovenden wird geprüft. 

Fahrradstraßen

Fahrradstraßen machen das Radfahren in Göttingen sicher und attraktiv: Als bevorrechtigte Verkehrsbeteiligte steht Menschen, die mit dem Rad unterwegs sind, mehr Straßenraum zur Verfügung als auf den üblichen Radwegen. Kraftfahrzeuge müssen sich der Geschwindigkeit von Radfahrer*innen anpassen. An Kreuzungen und Einmündungen gelten die Vorfahrtregeln uneingeschränkt.

Die Stadt unterstützt den Umstieg auf das umweltfreundliche Rad und leistet mit den Fahrradstraßen einen weiteren Beitrag zur Verkehrsberuhigung in den anliegenden Wohngebieten. Die Fahrradstraßen sind hier zu finden: Goßlerstraße und Christopherusweg, von Sternstraße bis Groscurthstraße sowie Am Papenberg bis Eichendorffplatz und Gutenbergstraße/Von-Bar-Straße und – ganz neu – die Veloroute von Weende in Richtung City. Der als Fahrradstraße ausgewiesene Abschnitt zwischen der Einmündung Christopherusweg und Am Weendespring hat eine Länge von etwa 2 km und ist Bestandteil der derzeit längsten Strecke zusammenhängender Fahrradstraßen in Göttingen mit insgesamt etwa 3,1 km Länge zwischen dem Nikolausberger Weg und Weende Nord. Hiermit ist eine attraktive, sichere und komfortable Radverkehrsverbindung von der Innenstadt in die nördlichen Stadtbereiche geschaffen worden.

Abstellplätze

Fahrrad-Abstellplätze im Innenstadtbereich können über den interaktiven Stadtplan aufgerufen werden.

Radverkehrentwicklungsplan

Der Radverkehrsentwicklungsplan (RVEP) konkretisiert den Klimaplan Verkehrsentwicklung der Stadt Göttingen auf das Handlungsfeld „Neue Wege für das Rad“. 

Sechs Sitzplätze, eine Höchstgeschwindigkeit von 15 Stundenkilometern auf einer Fahrtstrecke von zwei Kilometern: Mit den Linienfahrzeugen der regiobus kann nemoH - das Kurzwort steht für „Neue Mobilität Hannover“ - nicht konkurrieren. Aber mit dem findigen Kleinbus des Typs EZ10 der französischen Firma EasyMile testet die Region Hannover mit Unterstützung von Pendel Mobility erstmals den Einsatz automatisierter Fahrzeuge als Ergänzung zum regulären Busverkehr.

Von Ende August bis in den November, soll nemoH - fahrer- aber nicht führungslos - an Werktagen Passagiere in schwach nachgefragten Zeiten befördern und das reguläre Fahrplanangebot zwischen der Stadtbahnhaltestelle Schönebecker Allee und dem Campus Maschinenbau der Leibniz Universität Hannover in Garbsen ergänzen.

Am 22. August 2022 wurde der smarte Selbstfahrer von Regionspräsident Steffen Krach, Hannovers Oberbürgermeister Belit Onay, Garbsens Bürgermeister Claudio Provenzano, Universitätspräsident Prof. Dr. Volker Epping, und Elke van Zadel, Geschäftsführerin der regiobus Hannover GmbH und ÜSTRA-Vorständin an seiner End- und Zielhaltestelle präsentiert.

„Autonomes Fahren wird unsere Mobilität in den nächsten Jahren grundlegend verändern - auch im öffentlichen Personennahverkehr. Automatisierte, elektrische Busse können helfen, Wohnquartiere oder Arbeitsplatz- und Bildungsstandorte wie hier am Campus Garbsen ohne Schienenanschluss bedarfsgerecht und umweltgerecht zu erschließen“, davon zeigt sich Regionspräsident Steffen Krach überzeugt.

Die Region Hannover ist eine von vier europäischen Kommunen, die gemeinsam an dem Projekt PAV (Planning for Autonomous Vehicles) zu den Einsatzmöglichkeiten dieser Fahrzeuge arbeiten.

Regionspräsident Krach: „nemoH soll das Angebot auf einer bestehenden Linie außerhalb der Hauptverkehrszeiten ergänzen. In dem mehrwöchigen Feldversuch wollen wir so Erkenntnisse gewinnen, die uns helfen, Fragen zur Sicherheit, Technik und der Akzeptanz automatisierter Fahrzeuge zu beantworten. Wir wollen lernen, was wir zukünftig für Projekte mit autonomen Fahrzeugen im Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) zu beachten haben.“

Die Region Hannover beteiligt sich mit nemoH an dem europäischen Gemeinschaftsprojekt Planing for Autonomous Vehicles (PAV) – im Verbund mit den Standorten Almere (Niederlande), Varberg (Schweden) und Inverness (Schottland). An allen vier Orten wird der Einsatz automatisierter Fahrzeuge wissenschaftlich begleitet und ausgewertet. In der Region Hannover wird der Betrieb von der regiobus Hannover GmbH durchgeführt.

„Der autonome Shuttle nemoH, der während der Testphase auch ein paar Meter auf hannoverschem Boden zurücklegt, ist ein innovativer Meilenstein auf dem Weg zu einer umweltfreundlichen, modernen Mobilität“, betonte Hannovers Oberbürgermeister Belit Onay: “Der ÖPNV ist das Rückgrat zukunftsfähiger Mobilität und in Hannover wirklich stark! Wir sind in sehr regelmäßigem Austausch mit der Region als Aufgabenträgerin, um die Weiterentwicklung des ÖPNV im Sinne der Stadt und aller Bürger und Bürgerinnen der Region gemeinsam voranzutreiben.“

Strecke und Betrieb

Der Start- und Endpunkt befindet sich an der Stadtbahnhaltestelle Schönebecker Allee, an der eine eigene Busspur die Möglichkeit für ein sicheres Halten bis zur nächsten Fahrt ermöglicht. Die ca. zwei Kilometer lange Strecke führt von dort aus zur Bushaltestelle Garbsen-Mitte/An der Universität und anschließend wieder zurück. Für den Fall eines unerwarteten Ausfalls des automatisierten Busses steht der reguläre Linienbus während der gesamten Betriebszeit in unmittelbarer Nähe zur Verfügung.

Für Garbsens Bürgermeister Claudio Provenzano ist schon die Testphase ein Gewinn: „Bei uns in Garbsen ist schon heute die Technologie von morgen erlebbar – ich bin mir sicher, das autonome Fahren wird sich durchsetzen. Diese Technik wird für zusätzliche Mobilitätsangebote für Garbsenerinnen und Garbsener sorgen. Dass unsere Stadt als eine von vier Kommunen europaweit zur Erprobung dieser neuen Technologie ausgesucht wurde, spricht für den Standort.“

Über 5.000 Studierende werden in wenigen Jahren auf dem Campus Maschinenbau in Garbsen der Leibniz Universität Hannover lernen, forschen und arbeiten – und brauchen ein ebenso leistungsfähiges wie flexibles Bedienungskonzept für Busse und Bahnen. „Dies war ein Auswahlkriterium für die Teststrecke“, so der Verkehrsdezernent der Region Hannover Ulf-Birger Franz: „Der Shuttle zum Campus eignet sich das autonome Fahren in besonderer Weise, denn dort werden viele der Technologien entwickelt, die Grundlage für autonome Systeme sind.“

So sieht es auch Elke van Zadel, Geschäftsführerin des nemoH-Betreibers regiobus: „Wir freuen uns, dass wir so ein innovatives Projekt in unseren Linienverkehr integrieren dürfen. Autonomes Fahren im ÖPNV steckt noch in den Kinderschuhen, aber wir sind sehr gespannt auf die ersten direkten Erfahrungen mit einem autonom fahrenden Bus in der Region Hannover.“

Der Präsident der Leibniz Universität Hannover Prof. Dr. Volker Epping ergänzt: “Ich begrüße nachdrücklich die Erprobung auch neuer Mobilitätskonzepte, um die Anbindung an unseren Campus Maschinenbau zu stärken und zu erleichtern. Dies ist wesentliche Voraussetzung für eine lebendige Campuskultur und die Attraktivität unseres Studiengangs Maschinenbau.“

nemoH: Fahrzeug und Betrieb

Das für das Pilotprojekt in der Region Hannover ausgewählte Fahrzeug erfüllt alle Anforderungen an das vollautomatisierte Fahren. Demnach ist im Rahmen eines fest definierten Anwendungsfalls kein/e Fahrer/in erforderlich. Das System kann alle auftretenden Situationen eigenständig und vollautomatisch bewältigen. Aufgrund der geltenden Zulassung muss das Fahrzeug dennoch im Betrieb dauerhaft von einer Begleitperson überwacht werden, die im Notfall eingreifen kann.

Der automatisiert fahrende Kleinbus wird rein elektrisch angetrieben und erreicht in Garbsen eine Geschwindigkeit von 15 Stundenkilometern. Die Kapazität des Akkus ist für den täglichen Betrieb ausreichend, sodass eine Aufladung während der Betriebszeiten nicht notwendig ist. Das Fahrzeug verfügt über insgesamt 6 Sitzplätze, ein Transport im Stehen ist nicht gestattet. Eine barrierefreie Nutzung wird über eine elektrisch ausfahrbare Rampe gewährleistet.

Das Fahrzeug wurde vom TÜV begutachtet und von der zuständigen Zulassungsbehörde für den Einsatz im Straßenverkehr genehmigt.

Die Gewährleistung eines sicheren Betriebs des automatisierten Kleinbusses war die Grundvoraussetzung für die Zulassung bzw. die Inbetriebnahme. Eine Reihe von Sicherheitsmaßnahmen wurde dafür getroffen. Das eingesetzte Fahrzeug verfügt über Kameras und Lidarsensoren. Lidar steht für „Light detection and ranging“. Das Lidar-System ist eine Art Scanner. Das Erkennen von Hindernissen in einem vorgegebenen Gefahrenbereich ist somit garantiert. Zudem fahren die Fahrzeuge passiv und reagieren bei jeder potenziellen Gefahrensituation sehr vorsichtig. Im Fahrzeug befindet sich immer eine Begleitperson, die die Funktion einer Fahrzeugführerin bzw. eines Fahrzeugführers übernimmt und im Ausnahmefall auch steuernd während der Fahrt eingreifen kann.

Weiterhin wird für den Zeitraum des Pilotvorhabens die zulässige Höchstgeschwindigkeit auf der Strecke aus Gründen der Verkehrssicherheit in allen Bereichen auf 30 km/h reduziert. Zusätzlich werden an allen Zufahrten zur Strecke Schilder und Tafeln auf den Betrieb des automatisierten Fahrzeugs hinweisen. Auch wurden vor der Inbetriebnahme die Fahrbahnmarkierungen erneuert.

Quelle:
Einsatz für nemoH: Region Hannover testet autonomen Shuttlebus I Region Hannover

Weitere Informationen zum autonomen Shuttle nemoH gibt es auf www.gvh.de/nemoh und www.regiobus.de/nemoh.

Der Wahl-O-Rad des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs Landesverband Niedersachsen (ADFC Niedersachsen) hilft Bürger*innen bei ihrer Wahlentscheidung bis zur Landtagswahl am 9. Oktober.

„Wir freuen uns, dass Radverkehr inzwischen wahlentscheidend für viele Menschen ist. Umso wichtiger ist es, dass diese Menschen dann auch wählen gehen“, sagt Rüdiger Henze, Landesvorsitzender des ADFC Niedersachsen.

Und so funktioniert’s: In Anlehnung an den beliebten Wahl-O-Mat der Bundeszentrale für politische Bildung vergleicht der Wahl-O-Rad die eigene Meinung zu Radverkehrspolitik mit den Positionen der unterschiedlichen Parteien. Die Teilnehmenden können zu allen Statements auf „Zustimmung“, „Neutral“ oder „Ablehnung“ klicken. Es ist auch möglich, bestimmte Themen doppelt zu gewichten. Wer es etwas detailreicher möchte, kann im Anschluss die Erklärungen der Parteien zu den jeweiligen Themen abrufen.

Der Wahl-O-Rad ist ab 1. August unter wahl-o-rad.adfc-niedersachsen.de abrufbar.

WICHTIGER REGIONALER SCHRITT IM KLIMASCHUTZ

Klimaschutz ist sicherlich keine neue Aufgabe, aber aktuelle Entwicklungen haben noch einmal deutlich vor Augen geführt, dass es weitere gute Gründe gibt, sich von der Abhängigkeit fossiler Energieträger zu lösen. Wasserstoff kann in dieser wichtigen und notwendigen Transformation zur CO2-neutralen Gesellschaft eine Schlüsselrolle einnehmen.

Die für Bundes- und Europaangelegenheiten sowie Regionale Entwicklung zuständige Landesministerin Birgit Honé sieht insbesondere in Niedersachsen große Potenziale in Sachen Wasserstoff. „Dabei sollten wir die verschiedenen Ebenen -Europa, Bund, Land und Region – zusammendenken. Wenn wir die Möglichkeiten der einen Ebene erkennen und auf den jeweils anderen umsetzen, können wir den Umstieg auf eine nachhaltige Energieversorgung regional, national und global schneller schaffen. Ich bin daher sehr froh, dass sich in der Region Leine-Weser ein neues Netzwerk zusammengeschlossen hat – als ein wesentlicher Beitrag für die Energiewende vor Ort.“

Aus diesem Grund haben sich am 11. Juli 2022 die sechs Landkreise Diepholz, Hameln-Pyrmont, Hildesheim, Holzminden, Nienburg/Weser, Schaumburg und die Region Hannover in Kooperation mit der Industrie- und Handelskammer Hannover und dem Amt für regionale Landesentwicklung zum Wasserstoffnetzwerk Leine-Weser zusammengeschlossen. Dabei agierte der Landkreis Nienburg vorbereitend als stellvertretender Hauptakteur für die sieben Kommunen.

Die Gründungsveranstaltung fand in dem erst Ende 2021 in Hannover eröffneten Technology and Customer Center des Automobilzulieferers Faurecia, einem Unternehmen der FORVIA-Gruppe, statt. Dazu fanden sich im Beisein der niedersächsischen Ministerin für Bundes- und Europaangelegenheiten und Regionale Entwicklung Birgit Honé, der Hauptgeschäftsführerin der IHK Hannover Maike Bielfeldt und des stellvertretenden Landesbeauftragten für regionale Landesentwicklung Leine-Weser Dr. Frank-Peter Heidrich die Landräte Cord Bockhop/ Diepholz, Bernd Lynack/ Hildesheim, Dirk Adomat/ Hameln-Pyrmont, Michael Schünemann/ Holzminden sowie der Erste Kreisrat Lutz Hoffmann i.V. von Detlev Kohlmeier/ Nienburg/Weser, der Dezernent Fritz Klebe i.V. von Herrn Jörg Farr/ Schaumburg und Fachbereichsleiter Alexander Skubowius i.V. des Regionspräsidenten Stefan Krach ein, um eine entsprechende Kooperationsvereinbarung zu unterzeichnen. Landrat Cord Bockhop dankte in seiner Rede ausdrücklich dem kurzfristig verhinderten Detlev Kohlmeier und dem Landkreis Nienburg für seinen Einsatz in dieser Sache und unterstrich die Bedeutung einer kommunalen Zusammenarbeit: „Klimaschutz ist eine kommunale Pflichtaufgabe und auch wenn die ohnehin beanspruchten Kommunen keine zusätzlichen Aufgaben suchen, ist das hier etwas Anderes. Hier kann die Region gemeinsam etwas erreichen, wo ein einzelner vielleicht scheitern würde, daher ist dieses regionale Netzwerk von so hohem Wert.“

Diese kommunale Kooperation wird das Dach des Netzwerkes bilden, in welches vor allem auch die spezifischen Unternehmen der Region Leine-Weser eingebunden werden sollen, dazu liegen bereits 34 Letters of Intent vor. Der stellvertretende Landesbeauftragte Dr. Frank-Peter Heidrich stellte in Vertretung der erkrankten Landesbeauftragten Stollwerck-Bauer fest: „Klimaschutz ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Das hohe Interesse auch seitens der Unternehmen zeigt, dass wir mit dieser Kooperation zwischen Kommunen und Unternehmen Synergien schaffen und genau den richtigen Schritt im Sinne regionaler Landesentwicklung gehen.“

Insgesamt rund 70 Gäste aus der Wirtschaft, thematisch befassten Verbänden und der Verwaltung hörten genau zu, als es um die Zielsetzung dieses neuen Netzwerkes ging. Man ist sich sehr einig, dass kein weiterer Gesprächskreis benötigt wird, es sollen Projekte in Kooperation zwischen Kommunen und Unternehmen entwickelt, begleitet und vorangebracht werden. Natürlich soll auch voneinander gelernt werden, denn in der Region Leine-Weser sind bereits zahlreiche gute Projekte, Ansätze und Ideen vorhanden. Nicht zuletzt besitzt ein regionales Wasserstoffnetzwerk Leine-Weser auch eine „lautere“ Stimme, wenn es um das Gehör auf überregionaler Ebene geht. Murat Aydemir (Geschäftsbereichsleiter H2-Speichersysteme Faurecia) unterstrich die Wirkung eines solchen Netzwerkes: „Wir beobachten, dass die Ausweitung der Wasserstoff-Branche vom Networking lebt: Aus lokalen Zusammenschlüssen entstehen Projekte, die die Weiterentwicklung und Kommerzialisierung der H2-Technologien in Deutschland und Europa entscheidend voranbringen. Für uns ist nicht ausgeschlossen, künftig ein Wasserstoff-Team in Hannover anzusiedeln, um entstehende Initiativen tatkräftig zu unterstützen.“

„Wir freuen uns, dass so viele Unternehmen aus der Region heute an der Gründung unseres Netzwerks teilgenommen haben. Die Technik ist teilweise sehr ausgereift, die Wirtschaft wartete nur auf den Startschuss, um loslegen zu können. Dieses Signal haben wir heute gegeben“, freute sich Maike Bielfeldt, Hauptgeschäftsführerin der IHK Hannover und Co-Initiatorin des Wasserstoffnetzwerks.

Den Abschluss der erfolgreichen Veranstaltung bildete dann eine leisere, aber nicht weniger deutliche Stimme: Die Poetry-Slammerin Tabea Farnbacher war in ihre Heimat gekommen, um Texte zu Wasser und Luft in der Geschichte der Menschheit und aus einem anderen Blickwinkel vorzutragen. „Am Anfang war das Wasser“ fügte sich wunderbar passend in das Thema ein.

Am Ende der Veranstaltung ist nun der erste Schritt zur gemeinsamen Investition in diese Zukunftstechnologie Wasserstoff in der Region Leine-Weser getan, viele weitere werden folgen.

Quelle: 25 Millionen Euro für den Forschungstransfer | Nds. Ministerium für Wissenschaft und Kultur (niedersachsen.de)

Bildquelle: Georg Thomas, IHK Hannover

Gemeinsame Wissenschaftskonferenz von Bund und Land fördern CPC-Projekt

Braunschweig. Die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz von Bund und Ländern (GWK) ist ihrer Sitzung am heutigen 1. Juli 2022 der Empfehlung des Wissenschaftsrates gefolgt und fördert den Antrag der Technischen Universität Braunschweig für das "Center for Circular Production of Next Batteries and Fuel Cells" (CPC) mit einem Antragsumfang von rund 52,8 Millionen Euro. Das CPC soll nach Planungen der TU die international sichtbare Position der Batterie- und Brennstoffzellen-Forschung in der Region Braunschweig langfristig sichern und eine zentrale Stellung in der niedersächsischen Forschung einnehmen. Das geplante Gebäude soll in Braunschweig am Forschungsflughafen in direkter Nachbarschaft zu den Bauten des Niedersächsischen Forschungszentrums Fahrzeugtechnik (NFF) und des Niedersächsisches Forschungszentrums für Luftfahrt errichtet werden. Die räumliche Nähe der Energiesystemforschung zur Fahrzeug- und Luftfahrtforschung soll eine Grundlage für die Einwerbung weiterer großer Verbundvorhaben bilden.

 "Ich freue mich, dass mit dem Erfolg dieses Konzepts der Forschungsstandort Braunschweig gestärkt, und die Spitzenposition der TU im Bereich der Batterie- und Brenn­stoffzellen-Forschung weiter ausgebaut werden kann.", so Oberbürgermeister Dr. Kornblum.

"Die örtliche Ansiedlung beim NFF und dem derzeit in Bau befindlichen Fraunhofer Projektzentrum für Energie­speicher und Systeme (ZESS) am Forschungsflughafen ist eine sehr positive Clusterbildung mit weiterem Zukunftspotential."

Ziel des CPC-Vorhabens sind die technologische Souveränität und Realisierung der zirkulären Produktion von Festkörperbatterien und membranbasierten Energiesystemen mit integrierten Recycling-, Verfahrens- und Fertigungstechniken. Als Energiespeicher und -wandler beruhen sowohl Festkörperbatterien als auch membranbasierte Energiesysteme auf Materialien, die in Deutschland sehr rar sind, wie zum Beispiel Lithium. Um dennoch technologisch souverän produzieren zu können und zu einer nachhaltigen Mobilitäts- und Energiewende beizutragen, sollen die Energiesysteme nach Nutzungsende recycelt oder wiederaufbereitet werden. Der Fokus liegt dabei auf einem maßgeschneiderten Design für Festkörperbatterien und membranbasierten Energiesystemen, das effizientes Recycling ermöglicht und Verunreinigung bei der Wiederaufbereitung so weit wie möglich reduziert, so dass möglichst wenig Primärmaterialien aufgewendet werden müssen.

Die Stadtverwaltung hat die TU bei der Suche nach einem geeigneten Standort für den geplanten Forschungsbau unterstützt und wird zu diesem Zweck Flächen am Forschungsflughafen an die TU veräußern.

Kontaktdaten:

Stadt Braunschweig
Referat Kommunikation
Platz der Deutschen Einheit 1
38100 Braunschweig
Postfach 3309
38023 Braunschweig

Telefon: (0531) 470 - 2217, - 3773, - 2757
Mail: kommunikation@braunschweig.de

Weitere Informationen unter: www.braunschweig.de

Bildquelle: Uhrheber: Bildquelle: Braunschweig Stadtmarketing GmbH/Marek Kruszewski | Beigetragen von Antonia Maxa

Die E-Mobilität wächst mit leistungsfähiger Infrastruktur − im öffentlichen Raum, Zuhause und am Arbeitsplatz. enercity als Treiber der Mobilitätswende setzt erneut Maßstäbe und hat Norddeutschlands größten Ladepark mit 90 Ladepunkten eröffnet. Dort stehen ab sofort 84 neue Parkplätze zum Standardladen (je 22 kW) und sechs für schnelles Laden (je 150 kW) für Anwohnerinnen und Anwohner in Hannovers Stadtteil List bereit. enercity hat dafür rund 1,8 Millionen Euro investiert. Mit dem Ladepark baut das Unternehmen sein Engagement im Bereich E-Mobilität weiter aus. Ziel ist es, die Zahl eigener Ladepunkte bis zum Jahresende von 3.500 auf über 4.500 zu steigern, davon mehr als 500 öffentliche in Hannover. „Der Ausbau der Ladeinfrastruktur ist wichtig für die Verkehrswende und für eine klimaneutrale Stadt. Der neue Ladepark in der List ist ein weiterer bedeutender Schritt auf diesem Weg“, sagt Hannovers Oberbürgermeister Belit Onay. „Wir sind in eine Ära eingetreten, in der Kraftstoffkosten für Benzinautos deutlich teurer sind als für E-Autos − derzeit nahezu doppelt so teuer. Das wird bald zu einer noch größeren Dynamik bei der Verbreitung von E-Fahrzeugen führen. Mit dem neuen Vorzeigestandort im direkten Wohn- und Arbeitsumfeld knüpfen wir Hannovers Ladenetz noch enger, damit wir darauf gut vorbereitet sind“, sagt enercity-Chefin Dr. Susanna Zapreva.

Partnerschaftliche Projektentwicklung

Der Ladehub entstand durch eine Partnerschaft von enercity mit der Bauforum Hannover GmbH, Projektentwickler des Bauvorhabens „Bunker B58“. Für das nachhaltig gestaltete Bürogebäude mit modernen Arbeitswelten in einem ehemaligen Luftschutzbunker stellt enercity auf dem benachbarten Gelände für die Mieterinnen und Mieter des Projekts ausnahmslos E-Ladeplätze bereit. Auf dem rund 3.200 Quadratmeter umfassenden Ladegelände hat der Projektentwickler für den dort entstehenden Co-Working-Space „Digital Campus“ 60 Parkplätze für 30 Jahre gemietet. Weitere zehn Parkplätze gehen an die Versicherungsgesellschaft VHV für ihren benachbarten Bürostandort. Während ihres Büroaufenthalts können Mitarbeitende ihr E-Fahrzeug komfortabel an Standardladesäulen laden. Ein E-Auto der Kompaktklasse benötigt nur wenig mehr als 45 Minuten Ladezeit für rund 100 Kilometer Reichweite. Kurzzeitgäste können ihr Auto an Schnellladesäulen in rund sieben Minuten für 100 Kilometer Reichweite laden.

Ladepark als Contracting-Service

Rund 80 Prozent der Ladeaktivitäten geschehen am Arbeitsplatz oder Zuhause. enercity bietet daher seine Park- und Ladeplätze auch als Contracting-Modell im Büroumfeld an: Kundinnen und Kunden genießen klimafreundliches Fahren mit ihrem E-Auto, während der Energiedienstleister sich um Finanzierung, Betrieb, Wartung und Abrechnung des Ladestroms kümmert. Mit dem Ladepark begibt sich das Unternehmen auf ein neues Level. enercity beweist, große Ladeinfrastrukturprojekte konzeptionieren, bauen und betreiben zu können – ein lukratives Geschäftsmodell für Unternehmen bundesweit.

Hintergrund Bunker B58: Nachhaltiges Bürogebäude mit moderner Infrastruktur

Der Bunker B58 ist eine Projektentwicklung der Bauforum Hannover GmbH. „Wir wollen den Bunker zu einem flexibel nutzbaren Bürogebäude der Zukunft umbauen: mit Büros, Laboren, Konferenzräumen, Thinktanks und Bistros. Dazu zählt auch ein nachhaltiges Mobilitätskonzept“ sagt Leif Wiedemann, Geschäftsführer der Bauforum Hannover GmbH. Durch Sanierung, Umbau und Aufstockung des ehemaligen Bunkers wird B58 rund 3.200 Quadratmeter Nutzfläche bieten. Neben dem E-Ladepark sieht das CO2-neutrale Energiekonzept die Nutzung von Fernwärme, Photovoltaik mit Speichersystemen und energieeffizienten Kühlsystemen vor.

Hintergrund E-Mobilität enercity

Der umfangreiche Ausbau der Ladeinfrastruktur ist strategisches Ziel des Unternehmens. Dabei kommt enercity sehr gut voran. So belegte Niedersachsens Landeshauptstadt Hannover im Mai dieses Jahres mit 136 Ladepunkten je 100.000 Menschen den Spitzenplatz unter Deutschlands Großstädten mit über 500.000 Einwohnerinnen und Einwohnern. enercity baut auch den eigenen Elektro-Fuhrpark weiter aus: mit 74 ElektroFahrzeugen liegt der Anteil der E-Fahrzeuge im Unternehmen aktuell bei rund 19 Prozent.

Quelle: Pressemitteilung enercity, 05.07.2022 unter enercity eröffnet größten Ladepark Norddeutschlands

Im Juli 2020 hat der Rat die Umsetzung des Ziele- und Maßnahmenkatalogs „Radverkehr in Braunschweig“ und damit eine umfangreiche Förderung des Radverkehrs in Braunschweig beschlossen. Die insgesamt 29 Maßnahmen dienen der Verwaltung als zentrales Arbeitspaket für Radverkehrsvorhaben bis zum Jahr 2030.

„Klimaschonender Verkehr ist der Maßstab für die Zukunft“, betont Oberbürgermeister Dr. Thorsten Kornblum. „Der Rat hat uns ein großes Maßnahmenpaket für den Radverkehr aufgegeben, das wir sukzessive angehen. Mit attraktiven Velorouten, einem einheitlichen Qualitätsstandard für Fahrradstraßen und Radwege sowie flächendeckenden Abstellanlagen leisten wir einen wichtigen Beitrag zur Mobilitätswende.“

Über den aktuellen Bearbeitungsstand der einzelnen Maßnahmen des Katalogs berichtet die Stadtverwaltung fortan halbjährlich in Form eines Kompaktberichtes jeweils zu den Stichtagen 31. März und 30. September. Der erste Kompaktbericht mit Stichtag 31. März 2022 liegt nun vor und macht damit die Entwicklungen seit dem Ratsbeschluss transparent und sichtbar.

Von den bis einschließlich 2022 7,75 zusätzlich geplanten Stellen waren zum Stichtag 31. März drei Stellen besetzt. Inzwischen konnte eine weitere Stelle besetzt werden.

Für jede der 29 Maßnahmen wurden die erforderlichen Arbeitsschritte und Meilensteine definiert, außerdem liegen Zeit- und Ablaufpläne vor.

„Wir arbeiten derzeit mit Hochdruck an den Planungen für die erste Veloroute zwischen Umfeld Schlossplatz und Schöppenstedter Turm, die zugleich Aushängeschild und Vorbild für das gesamte Veloroutennetz in der Stadt sein wird“, sagt Stadtbaurat Heinz-Georg Leuer.

Für folgende, ausgewählte Maßnahmen stellt sich der Bearbeitungsstand wie folgt dar:

Maßnahme 1: Markierung von Fahrradfurten

Eine stadtweite Bestandsaufnahme aller vorhandenen sowie erforderlichen Furten, einschließlich solcher mit erhöhtem Gefährdungspotenzial, ist im Rahmen von Maßnahme 5 vorgesehen. Ungeachtet dessen werden bereits vorab an Unfallhäufungsstellen und Stellen, an denen eine besondere Aufmerksamkeit geboten ist, bis Herbst 2022 erste Rotmarkierungen aufgebracht. Als Beispiele können die Schutzstreifen Rautheimer Straße und Mittelweg, die Radaufstellstreifen und Zuführungen Messeweg/Berliner Straße, der Radfahrstreifen Salzdahlumer Straße/Fichtengrund sowie die Einmündungen Kaiserstraße/Wendenstraße und Helmstedter Straße/Brodweg genannt werden.

Maßnahme 3: Veloroutennetz planen und Radverkehrsnetz überarbeiten

Mitte des Jahres 2021 wurde ein Standard für „Velorouten in Braunschweig“ definiert und beschlossen. Unter anderem auf dieser Basis wird im Rahmen des Mobilitätsentwicklungsplans (MEP) bis Mitte 2023 das Hauptnetz für den Radverkehr, einschließlich Veloroutennetz, für das Braunschweiger Stadtgebiet entwickelt.

Maßnahme 4: Qualitätsstandard von Radverkehrsanlagen

und

Maßnahme 5: Analyse zu bestehenden Hindernissen im Radverkehrsnetz

Diese Maßnahmen starten im Juli 2022. Es ist zum einen eine Bestandsaufnahme aller vorhandenen Radverkehrsanlagen hinsichtlich Breite, Qualität und Sicherheit vorgesehen. Zum anderen werden stadtweit bestehende Hindernisse im Radverkehrsnetz sowie fehlende Radfurten und solche mit erhöhtem Gefährdungspotenzial identifiziert.

Maßnahme 6.1: Standard für Fahrradstraßen

Mit der Entwicklung eines Standards für die Planung und den Bau von Fahrradstraßen in Braunschweig wurde begonnen. Dieser soll dazu dienen, künftig einheitlich gestaltete Fahrradstraßen in der Stadt umzusetzen und das bestehende Netz zu optimieren.

Anhand des neuen Standards werden die bestehenden Fahrradstraßen/-zonen im weiteren Verlauf überprüft. Zudem wird das Bestandsnetz in Bezug auf Vorrang für Fahrradstraßen und Durchfahrtsbeschränkungen für Kfz-Verkehre analysiert.

Maßnahme 8: Ausbauziel bis 2030

Der „Braunschweiger Standard“ wird bei allen laufenden und zukünftigen Straßenplanungen geprüft und nach Möglichkeit berücksichtigt. Derzeit laufen die Umsetzungen z. B. auf der Hamburger Straße stadtauswärts zwischen A392 und Siegfriedstraße und im ersten Bauabschnitt der Stadtstraße Nord.

Maßnahme 8.1: Pilotprojekt für Velorouten und Ausbau der Uferstraße

Die Planung der ersten Veloroute (Umfeld Schlossplatz bis Schöppenstedter Turm) läuft ebenso wie die Planung zum Ausbau der Uferstraße. Zurzeit werden verschiedene Varianten untersucht.

Maßnahme 9: Mehr Fahrradabstellanlagen an Bushaltestellen und städtischen Einrichtungen

Im Oktober 2022 wird mit der flächendeckenden Bedarfsermittlung für zusätzliche Abstellanlagen an Haltestellen und städtischen Einrichtungen begonnen. Darauf aufbauend werden sukzessive zusätzliche Fahrradabstellanlagen umgesetzt. Ungeachtet dessen sind seit Ratsbeschluss an Haltestellen bereits 233 (davon 72 mit Überdachung) und an städtischen Einrichtungen 57 (ohne Überdachung) neue Fahrradabstellplätze geschaffen worden.

Maßnahme 10: Mehr Fahrradabstellanlagen in Wohngebieten

Mit dem Leitsatz „2030 bis 2030“ sollen insgesamt 2030 zusätzliche Fahrradabstellplätze bis Ende 2030 in Wohngebieten eingerichtet werden. Seit dem Ratsbeschluss wurden bereits 354 neue Fahrradabstellplätze (ohne Überdachung) in Wohngebieten und zusätzlich 22 Plätze im Bereich Bohlweg/Georg-Eckert-Straße geschaffen.

Maßnahme 11: Verbesserungen bei Radwegreinigung und Winterdienst

Derzeit wird ein Konzept für den verbesserten Radwegewinterdienst erarbeitet, welches in Kürze den politischen Gremien zur Erörterung und Beschlussfassung vorgelegt werden soll. Das Gesamtkonzept soll spätestens bis Mitte des Jahres 2023 vorliegen.

Maßnahme 17: Werbung für mehr Radverkehr

Im Rahmen der Europäischen Mobilitätswoche 2021 wurden vier Einzelaktionen durchgeführt.

Im Mai 2022 gastierte die Cargobike Roadshow in Braunschweig, die Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit gab, sich herstellerneutral über das Thema Lastenrad zu informieren und zwölf verschiedene Modelle zu testen. Zudem findet das diesjährige Stadtradeln vom 4. bis 24. September statt. Des Weiteren sind ein Radwanderpass für den Städtepartnerschaftsradweg Braunschweig – Magdeburg und eine Sternfahrt von Braunschweig und Magdeburg mit Treffpunkt in Helmstedt am 17. September geplant.

Maßnahme Z1: Automatische Radverkehrszählung

Die Beschaffung von fünf automatischen Zählanlagen ohne Display sowie einer Zählsäule mit Display ist erfolgt. Der Einbau an den Standorten Ringgleis (nördlich der Kälberwiese), Bültenweg (zwischen Gauß- und Linnéstraße), Kurt-Schumacher-Str. (Nordseite, parallel zu Viewegs Garten), Jasperallee (zweigeteilt zwischen Okerbrücke und Moltkestraße) und Ferdinandbrücke (alle ohne Display) sowie Wendenstraße (im Bereich Werder/Kaiserstraße, mit Display) erfolgt im Sommer 2022. Die erhobenen Daten werden auf der städtischen Internetseite einsehbar sein.

Gremienmitteilung: 1. Kompaktbericht zum Umsetzungsstand des Ziele- und Maßnahmenkatalogs "Radverkehr in Braunschweig" abrufbar unter Stadt Braunschweig | presse-service.de

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Weitere Informationen unter: www.braunschweig.de

Verwaltung schlägt Abschluss eines Konzessionsvertrags vor

Der Zuschlag für einen Konzessionsvertrag über Errichtung und Betrieb von Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge in Braunschweig soll BS|Energy erteilt werden. Dies hat die Stadtverwaltung den Ratsgremien vorgeschlagen.

Vertraglich vereinbart werden soll entsprechend dem derzeit vorhersehbaren Bedarf die Errichtung von mindestens 200 Ladepunkten bis Ende 2024 und weiteren mindestens 200 Ladepunkten bis Ende 2026. Noch einmal mindestens 100 Ladepunkte sollen bei entsprechendem Bedarf bis Ende 2028 gebaut werden. Sollte der Bedarf noch schneller wachsen, wäre eine entsprechende Reaktion von BS|Energy möglich.

Im ersten Schritt soll ab Januar 2023 zunächst ein flächenhafter Ausbau (zwei Ladepunkte pro statistischem Bezirk) erfolgen. Ende 2026 sollen stadtweit mindestens 400 Ladepunkte in Betrieb sein.

Die Ratsgremien hatten die Stadtverwaltung im November vergangenen Jahres beauftragt, eine Konzession für die Einrichtung und den Betrieb von Ladeinfrastruktur im öffentlichen Raum öffentlich auszuschreiben und für eine bedarfsgerechte Anzahl und Verteilung im Stadtgebiet zu sorgen. Die europaweite Ausschreibung erfolgte in Form eines Verhandlungsverfahrens mit Teilnahmewettbewerb. BS|Energy reichte ein verbindliches, den Vorgaben vollumfänglich entsprechendes Angebot ein.

Der Vorschlag der Verwaltung wird am 21. Juni im Ausschuss für Mobilität, Tiefbau und Auftragsvergaben vorberaten. Die Entscheidung trifft der Verwaltungsausschuss am 28. Juni. Weitere Einzelheiten in anhängender Beschlussvorlage 22-19085

Die Vorlage des Konzessionsvertrags ist hier abrufbar: Stadt Braunschweig | presse-service.de

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