Über 24.000 Menschen feiern auf dem Opernplatz in Hannover Europas Vielfalt

Veröffentlicht: 3. Juni 2024
Die Veranstalter*innen des Europafestes haben gemeinsam die Hannover-Erklärung für Vielfalt und Demokratie in Europa unterschrieben (Foto: Jennifer Bullert)

Veranstalter rufen zur Teilnahme an der Europawahl am kommenden Sonntag auf

Hannover. Bei einem bunten Fest haben bei sonnigem Wetter nach Schätzungen der Veranstalter über 24.000 Besucherinnen und Besucher am Samstag (01.06.) in Hannovers Innenstadt „Ein Fest für Europa“ gefeiert. Bei dem vom Niedersächsischen Europaministerium, der Landeshauptstadt und der Region Hannover sowie der Metropolregion Hannover Braunschweig Göttingen Wolfsburg organisierten Fest hatten mehr als 40 Institutionen, Vereine und Initiativen für die Vielfalt Europas geworben. Auf der Hauptbühne sorgte die Musik von Passepartout, Serpentin, Brazzo Brazzone und der Coverband Impuls für gute Stimmung.

Die Veranstalter zogen ein rundum positives Fazit: „Mit dem Fest haben wir kurz vor der Europawahl am 9. Juni noch einmal zeigen können, dass Europa nicht weit weg und abstrakt ist, sondern uns in Niedersachsen jeden Tag begegnet und gelebt wird“, sagte Europaministerin Wiebke Osigus.
Regionspräsident Steffen Krach betonte: „Das Fest für Europa zeigt, wie viele Vereine und Initiativen die europäische Vielfalt in der Region Hannover bereits leben. Die EU steht für Werte, für die es sich jeden Tag zu werben lohnt: freies Reisen, ein Leben in Frieden und freie Wahlen.“

In Vertretung für Oberbürgermeister Belit Onay nahm Dezernentin Susanne Blasberg-Bense von der Landeshauptstadt Hannover an der Feier teil: „Mit dem Fest für Europa möchten wir zeigen, wie stark die Vielfalt Europas Hannover prägt. Rund 55.000 Einwohner*innen unserer Stadt haben die Nationalität eines anderen EU-Staates. Diese kulturelle Vielfalt ist für die wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung Hannover unentbehrlich. Am 09. Juni bestimmen wir in welchem Europa wir leben wollen. Jede Stimme zählt und ist entscheidend, auch für die Zukunft unserer Stadt.“

Auch Metropolregion-Geschäftsführer Christoph Meineke zeigte sich zufrieden: „Ich freue mich über unser gemeinsames Bekenntnis zu Vielfalt und Demokratie – dafür steht Europa, dafür steht die Metropolregion. Werte, die wir auch mit der Arbeit unseres deutsch-französischen Büros Antenne Métropole unterstützen und leben. Denn europäischer Austausch und Zusammenhalt bilden die Pfeiler für Zukunfts- und Wettbewerbsfähigkeit in der Metropolregion und in Europa."

Alle vier unterzeichneten im Anschluss an einen Kurztalk zur Eröffnung gemeinsam mit Ramona Schumann, Vertreterin der Hauptverwaltungsbeamtinnen und -beamten der Regionalkommunen, eine „Hannover-Erklärung für ein vielfältiges und demokratisches Europa“. Darin rufen sie unter anderem alle wahlberechtigten Bürgerinnen und Bürger in Niedersachsen auf, am 9. Juni „mit ihrer Stimme ein starkes Zeichen für ein demokratisches und vielfältiges Europa zu setzen“.

Quelle: Niedersächsisches Ministerium für Bundes- und Europaangelegenheiten und Regionale Entwicklung

Hannover-Erklärung für ein vielfältiges und demokratisches Europa

Wir, die Ministerin für Bundes- und Europaangelegenheiten und Regionale Entwicklung des Landes Niedersachsen, der Regionspräsident der Region Hannover mit den Bürgermeister*innen der Regionskommunen, der Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Hannover, die Geschäftsführung der Metropolregion Hannover Braunschweig Göttingen Wolfsburg


▪ glauben an ein starkes und vereintes Europa, das auf den gemeinsamen Werten Demokratie, Menschenrechte, Solidarität, Vielfalt, Gleichstellung der Geschlechter und Achtung der Rechtsstaatlichkeit beruht,
▪ sind überzeugt, dass die Europäische Union uns in den letzten Jahrzehnten Frieden und Wohlstand gebracht hat,
▪ sind solidarisch mit der Ukraine und ihrer Bevölkerung, die unter dem russischen Angriffskrieg leidet,
▪ beobachten mit Sorge das Wiedererstarken nationalistischer Kräfte in Europa, die die Errungenschaften des europäischen Projektes in Frage stellen wollen,
▪ sind davon überzeugt, dass ein gemeinsam agierendes Europa einen bedeutenden Beitrag zu den Herausforderungen der Zukunft wie dem Klimawandel, die Ressourcenverknappung und die nachhaltige Entwicklung leisten kann,
▪ erkennen die große Bedeutung der EU für unsere tägliche Arbeit an, da rund 70 Prozent aller Rechtsgrundlagen, mit denen Kommunen und Länder arbeiten, europäischen Ursprungs sind,
▪ sind überzeugt davon, dass kommunale Partnerschaften nach dem Zweiten Weltkrieg den Weg zur Völkerverständigung und Friedenssicherung in Europa geebnet haben,
▪ führen unser Engagement im Bündnis „Niedersachsen für Europa“ fort,
und fordern alle wahlberechtigten Bürgerinnen und Bürger Niedersachsens auf, am 9. Juni bei der Wahl zum Europäischen Parlament mit ihrer Stimme ein starkes Zeichen für ein demokratisches und vielfältiges Europa zu setzen.

Rund 70 Leute sind am 15. Mai der Einladung der Evangelischen Akademie Loccum und der Antenne Métropole zur Diskussion über die Herausforderungen Frankreich und Deutschland vor der Europawahl, gefolgt. im Gespräch mit Dr. Joachim Lange, Studienleiter der Akademie, analysierten Cécile Boutelet, Korrespondentin der französischen Tageszeitung Le Monde in Berlin, und Yann Wernert, Policy Fellow für deutsch-französische Beziehungen im Jacques Delors Center, die Situation in beiden Ländern.

Ein neues Parlament für Europa wird in einem geopolitisch angespannten Kontext gewählt, in einem Kontext, der von Krieg in Europa, Unsicherheiten über die wirtschaftliche Entwicklung, einer immer präsenten ökologischen Krise und einem nicht mehr nur wachsenden, sondern leider schon recht etablierten Populismus geprägt ist. Beide Referenten waren sich einig, dass das politische Gleichgewicht in diesem neuen Parlament eine gefährliche Wendung nehmen könnte.

Eine Veranstaltung mit freundlicher Unterstützung der Deutsch-Französischen Gesellschaft Hannover und des Französischen Honorarkonsulats für Niedersachsen.

Ausschreibung des Vereins Kinema Wie schwer ist es, den Hass in der Welt zu besiegen? Vor 80 Jahren, am 6. Juni 1944, gelang es den Alliierten, in der Normandie zu landen und Europa von der Nazi-Herrschaft zu befreien. Eine schwere Errungenschaft nach einem Krieg mit unzähligen Opfern! Vor 13 Jahren wurde auf « Charlie Hebdo » aus religiösem Fanatismus ein Brandanschlag verübt. Zwei Tage später, am 4. November 2011, titelte das Magazin « L’amour plus fort que la haine », eine positive und hoffnungsvolle Botschaft, die wir aufnehmen möchten, um mit Euch auch in diesem Jahr die über 60-jährige deutsch-französische Freundschaft zu feiern, die keinesfalls selbstverständlich und ein hohes Gut ist, das es zu bewahren und immer wieder neu zu festigen gilt! Hass zeigt sich in unserer heutigen Welt in vielerlei Form, doch wie können wir ihm begegnen? Mit Toleranz, Respekt, Solidarität, Menschlichkeit, Liebe, …? - Eh oui, immer und immer wieder!

Der Verein KINEMA möchte alle Schülerinnen und Schüler Niedersachsens und ihre Lehrkräfte mit dieser Ausschreibung dazu animieren, eine kurze filmische Botschaft zu drehen, die das Thema l´amour plus fort que la haine aufnimmt und anschaulich ausgestaltet. Eurer Kreativität für diesen 3-5-minütigen Kurzfilm, bien sûr en français, sind dabei keine Grenzen gesetzt.

  1. Preis: 300 Euro
  2. Preis: 200 Euro
  3. Preis: 100 Euro

Schickt eure Videobotschaften bis spätestens zum 30. April 2024 an: piafranke@t-online.de

Reicht sie bitte im MP4-Format, gerne über Swiss transfer ein. Wichtig ist ein Abspann, der die Verantwortlichen, die Ansprechpartner und die Adresse Eurer Schule vollständig enthält.

Am Freitag, den 16. Februar, fand im Sprengel Museum Hannover ein Empfang mit 130 Gäste anlässlich der Amtseinführung des neuen französischen Honorarkonsuls, Dr. Reinhard Spieler, statt. Anwesend waren der Botschaftsrat für Konsularische Angelegenheiten der Französischen Botschaft, Eric Herrouin , der Botschaftsrat für Kultur und Direktor des Institut français Deutschland, Thomas Michelon, sowie der Bürgermeister der LHH, Thomas Hermann und Dr. Volker Müller, Doyen des Konsularischen Corps Niedersachsen.

Der Direktor des Sprengel Museums ist somit die Nachfolge Günter Tallners angetreten. In seinem Amt repräsentiert er die Interessen Frankreichs und die der Französinnen und Franzosen in Hannover und in ganz Niedersachsen. Etwa 4000 sind im Konsulatsregister eingetragen, etwa die Hälfte von ihnen in Hannover.

Dabei wird sich Reinhard Spieler sich auch auf die Antenne Métropole / Metropolregion stützen können, die die deutsch-französische Zusammenarbeit hier in der Region fördert und in dieser Funktion schon seit 12 Jahren eine Kooperationsvereinbarung mit der Kulturabteilung der Französischen Botschaft hat. Darüber hinaus bleit die Agence Consulaire in den Räumlichkeiten der Metropolregion und ermöglicht die französischen Staatsbürger: innen in Niedersachsen ihre konsularischen Angelegenheiten Regeln zu können.

Toutes nos félicitations pour cette nouvelle fonction, wir freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit!

Premierminister Gabriel Attal hat Deutschland für seine erste Auslandsreise ausgewählt. Gestern traf er sich mit der französischen Gemeinschaft in der Französischen Botschaft in Berlin.

Laure Dréano-Mayer, Leiterin der deutsch-französischen Antenne Métropole der Metropolregion Hannover Braunschweig Göttingen Wolfsburg war anwesend und hatte die Gelegenheit, sich mit dem Premierminister über das deutsch-französische sprachliche und kulturelle Engagement in Niedersachsen und die Bedeutung dieser Kooperationen, um Europa auf kommunaler Ebene erlebbar zu machen, auszutauschen.

Mit einem rund dreistündigen Abendprogramm hat die Antenne Métropole gestern den Deutsch-Französischen Tag zelebriert. Rund 120 Interessierte nahmen an den Feierlichkeiten teil.

Metropolregion, 23.01.2024. Französische Chansons, deutsche Hafenlieder, bilaterale Ansichten – sie alle standen am gestrigen Deutsch-Französischen Tag im Leibnizhaus Hannover im Mittelpunkt.

Die Veranstaltung am 22.Januar, mittlerweile ein fester Termin der Deutsch-Französischen Community, ist von der Antenne Métropole in Zusammenarbeit mit der Deutsch-Französischen Gesellschaft, dem Verein Le Carrefour und dem Partnerschaftskomitee Hannover Rouen und mit finanzieller Unterstützung des Deutsch-Französischen Bürgerfonds organisiert worden.

Vertreten waren dabei Thomas Herrmann, Bürgermeister der Landeshauptstadt Hannover, Dr. Reinhard Spieler, Honorarkonsul der Republik Frankreich für Niedersachsen sowie Laure Dréano-Mayer, Leiterin der Antenne Métropole bei der Metropolregion Hannover Braunschweig Göttingen Wolfsburg GmbH. „Mit dem Élysée-Vertrag wurde 1963 der Grundstein für die heute starke deutsch-französische Freundschaft gelegt. Er hat die europäische Integration weiter vorangebracht. Unser Anliegen ist es, die binationale Zusammenarbeit durch niedrigschwellige Angebote weiter zu intensivieren und den deutsch-französischen Austausch, insbesondere bei jungen Menschen, zu fördern und zu unterstützen“, so Dréano-Mayer.

Im blau-weiß-rot beleuchteten Leibnizsaal stimmte der Chorale le clin d'oeil auf die Feierlichkeiten ein. Bürgermeister Thomas Herrmann ging in seinem Grußwort zunächst auf die Städtepartnerschaften Hannovers ins französische Rouen und Perpignan ein und betonte mit Blick auf die in diesem Jahr bevorstehende Europawahl, dass mehr statt weniger Europa gebraucht werde. Honorarkonsul Dr. Reinhard Spiele hob anschließend die zentrale Rolle der Kultur beider Länder hervor, in der sich die Gesellschaft stetig widerspiegele. In einem selbst verfassten Text stellte die hannoversche Autorin Laura M. Neunast anschließend ihre Erkenntnisse unter dem Titel Frankreich. Deutschland. Europa: Point de vue vor. Dabei betonte sie, dass die Gemeinsamkeiten beider Länder größer seien als die Unterschiede. Laura Neunast ist Stipendiatin vom deutsch-französischem Schriftsteller*innentandem zwischen den Partnerstädten Hannover und Rouen, organisiert 2022 und 2023 vom Kulturbüro der Landeshauptstadt Hannover. Das deutsch-französische Duo Scorbüt komplettierte das Programm mit einem Konzert, bei dem es französische Chansons und deutsche Hafenlieder miteinander kombinierte und neu interpretierte.

Eindrücke vom Deutsch-Französischen Tag im Leibnizhaus (Fotos: Laure Dréano-Mayer)

Hintergrundinfos zur Antenne Métropole:

Die Antenne Métropole fördert den deutsch-französischen Austausch in der Metropolregion Hannover Braunschweig Göttingen Wolfsburg, informiert über das französischsprachige Angebot und organisiert kulturelle Veranstaltungen.

Gegründet im Sommer 2010 auf Grundlage einer Vereinbarung zwischen der Botschaft der Republik Frankreich und der Metropolregion Hannover Braunschweig Göttingen Wolfsburg, ist sie Teil des Netzwerkes des Institut français Deutschland. Kooperationspartner sind Einrichtungen des Landes Niedersachsen, Kommunen, Unternehmen und Hochschulen.

Der diesjährige Deutsch-Französische Tag wurde organisiert vom Kultusministerium und dem regionalen Landesamt für Schule und Bildung (RLSB-Braunschweig) in Zusammenarbeit mit dem Institut français und der Antenne Métropole.

Der Tag begann mit einem Auftritt des Schulchors in der Aula, die französische Lieder mit einer frohen Botschaft sangen. Dem folgten Grußworte des Schulleiters Herr Ovelgönne, der Sprachattachée und Vertreterin des Institut francais Floriane Berthier und des Staatssekretärs Herr Hartrich. „Die Fähigkeit, über Grenzen hinweg zu kommunizieren und kulturelle Unterschiede zu schätzen in unserer heutigen globalisierten Welt wird immer wichtiger wird“, so Hartrich.

Durch die FranceMobil Referentin Dounia Boissaye wurde das Publikum zum Mitmachen an einen Quiz über Frankreich und Deutschland animiert, so dass sie dann mit voller Konzentration der Podiumsdiskussion mit Vertreter: innen der BMA, Alstom, Siemens, dem Braunschweiger Internationalen Filmfestival, TU Braunschweig und Campus France zuhören konnten.

Die Firmen wiesen vor allem darauf hin, dass zwar Englisch oft Unternehmen Sprache sei, Französisch jedoch als ein Plus im Kontakt mit Kunden, anderen Partnerfirmen, aber auch in der Bewerbung gesehen werden kann. BMA, Campus France und das Braunschweiger internationale Filmfestival legten ein besonderes Augenmerk darauf, dass die Mobilitätsmöglichkeiten nach Frankreich viele interkulturelle Erfahrungen bringen und somit ein Auslandsaufenthalt nicht nur Fortschritte in der Sprache und Kontakte fürs spätere Berufsleben mit sich bringt, sondern auch vor allem auch viel Spaß. Weiter ging es mit dem Markt der Möglichkeit, bei dem die Schüler: innen die Möglichkeit hatten persönliche Fragen zu stellen und im Allgemeinen mit den Unternehmen und den Institutionen in den Austausch zu gelangen. Abschließend fanden sich alle wieder in der Aula zum Abschluss des Deutsch Französischen Tages durch ein Klavierstück von Claude Debussy gespielt durch eine junge Pianistin des Jahrgangs 12 und Abschlussworte der drei Moderatorinnen, die alle durch den gut organisierten Vormittag geleitet haben, zusammen.  

Liberté, Egalité, Deutsch-Französische Studiengangé im Aufhof- innovercity im Rahmen des #knowember der Wissenschaft

Viele Schüler*innen aus der Metropolregion sind am 17. November 2023 der Einladung der Antenne Métropole und des Vereins der Wissenschaft der Metropolregion zur Infoveranstaltung zu Doppelstudiengängen und Studieren in Frankreich gefolgt!

Nach Keynotes von Vertreter*innen von der Deutsch-Französischen Hochschule (UFA-DFH), Campus France Deutschland, Universität Hildesheim und der TU Braunschweig, fand ein sehr informatives Panel statt über die Herausforderung der Studiengänge wie etwa mit der Sprache oder die interkulturellen Unterschiede sowie über die Möglichkeiten, sich als deutsche*r Schüler*in im Parcours Sup‘ Verfahren anzumelden. Spannend für die Schüler*innen waren insbesondere die Berichterstattungen von aktuellen Studierende der Doppelmaster (Kulturvermittlung) an der Uni Hildesheim und der TU Braunschweig (Master of Science Maschinenbau und PHD Track). Mit FranceMobil konnte jede*r seine Deutsch-Französischen Sprach- und Landeskenntnisse testen! Viele Gymnasiasten nutzten im Anschluss die Gelegenheit, mit den Gästen ins Gespräch zu kommen und viele Informationen zu sammeln.

Eine erfolgreiche Veranstaltung für konkrete deutsch-französische Beziehungen!

Am 06. November 2023 fand auf dem Gesundheitscampus in Göttingen der dritte Talk unserer Reihe „Ideen im Dialog“ zum Thema „Pflege 3.0 in Europa - Wer wird uns pflegen?“ mit Gästen aus der Schweiz, Frankreich und Deutschland statt.

Los ging es mit einem spannenden Exkurs von Denise Bernhard-Banza (Verw. Prof. Pflege, HAWK), die betont hat, welche ethischen Defizite es gerade im Umgang mit Diskriminierung und Rassismus,
insbesondere gegenüber BiPoC, gibt und wie stark Machtkämpfe das Gesundheitswesen beeinflussen.

Prof. Dr. habil. Martina Hasseler (Prof. für Klinische Pflege, Ostfalia) moderierte dann den Diskurs des Podiums mit unseren Gästen: Susann Lambrecht (Leiterin der Bildungseinrichtung DAVITA Deutschland und Vorstand der Gesundheitsregion Göttingen/ Süd Niedersachsen), Prof. Patrick Hassenteufel (Prof.
für Soziologie und Politikwissenschaft, mit Schwerpunkt Akteure der Gesundheitspolitik und der Europäisierung der Sozialschutzpolitik in Paris, St Germain en Laye und Versailles, Frankreich) und Prof. Dr. Birgit Vosseler (Fachbereichsleiterin Gesundheit, FSH St. Gallen, Schweiz).

Nach einer interessanten Diskussion über die Unterschiede und Gemeinsamkeiten der französischen, schweizerischen und deutschen Herangehensweisen, um den Fachkräftemangel in der Gesundheitsversorgung zu bekämpfen, haben sich die Referent*innen den Fragen des Publikums gestellt.

Ein besonderer Dank geht an die Gesundheitsregion Göttingen/Süd-Niedersachsen und den Gesundheitscampus Göttingen für die Kooperation sowie an die Unterstützer der Talk Reihe, das Amt für Regionale Landesentwicklung Niedersachsen und das Institut français Deutschland.

… in diesem Sinne könnte man schmunzelnd zurückblicken auf unseren Tag am 11. September in Berlin, an dem sich die IBHR mit elf Teilnehmer*innen aufmachte, dort „auf den Spuren der Franzosen“ zu wandeln. Bei genauerer Betrachtung wird man in dieser Stadt tatsächlich immer wieder durch Bauwerke, Kunst, Straßennamen und Objekte im öffentlichen Raum daran erinnert, welch prägende Rolle Französinnen und Franzosen hier über Jahrhunderte gespielt haben, ganz abgesehen von den sprachlichen Einsprengseln. Nicht zu vergessen Kulturelles und Lebensart mit französischem Flair im Hier & Jetzt! Macht Berlin nicht immer wieder süchtig auf Neuentdeckungen?

Auf Schuster’s Rappen bzw. in luftigen Sandalen sind wir in der Sommerhitze Heiner Gudehus gefolgt, der diese Tour für uns geplant hatte: vom Hauptbahnhof an Kanzleramt, Reichstag, Brandenburger Tor vorbei, gen Potsdamer Platz und über den Checkpoint Charlie zum Gendarmenmarkt. Dann Aufstieg zur Aussichtsplattform auf den Französischen Dom, Stippvisite in der Galerie Lafayette und weiter die Französische Straße kreuzend Richtung Unter den Linden, u.a. auch zum Besuch einer Ausstellung im Europäischen Haus Berlin.

Anlass und wichtigstes Ziel unseres Berlinausflugs war jedoch an diesem Nachmittag unsere Einladung in die Französischen Botschaft. In Gesprächen mit dem Leiter der Konsularabteilung, der Bildungsbeauftragten sowie mit dem Ersten Botschaftsrat haben wir Einblicke nehmen können in die vielfältigen Aufgaben und Funktionen der Botschaftsabteilungen. Im Anschluss war es uns eine zusätzliche Freude, das Botschaftsgebäude unter fachkundiger Führung eines Mitarbeiters der Botschaft besichtigen zu dürfen. Das heutige Gebäude entstand 2001 bis 2002 nach Plänen des Pariser Architekten Christian de Portzamparc und des Berliner Architekten Steffen Lehmannn an der Stelle, an der sich bereits von 1871 bis 1945 eine französische Botschaft befand. Der Antenne Métropole in Hannover gilt unser herzlicher Dank für das Arrangieren dieses Besuchstermins und ebenso vielen Dank an die Gesprächsteilnehmer*innen seitens der Botschaft.

Was für ein schöner Tag!

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