On­line-Um­frage zum Fahr­rad­klima in Göttingen ge­st­ar­tet

Veröffentlicht: 6. September 2022
Bildquelle: © Stadt Göttingen / Mischke28

Göttingen will es wieder wissen: Wie fahrradfreundlich ist die Stadt? Lassen sich Ziele in Göttingen zügig und direkt mit dem Rad erreichen? Was klappt gut, was muss noch optimiert werden? Ob Viel-, Wenig- oder Gelegenheitsradler*in – alle sind aufgerufen, an der aktuellen Online-Umfrage des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) zum Fahrradklima-Test 2022 teilzunehmen.

Eine Teilnahme ist bis zum 30. November 2022 auf der ADFC-Webseite möglich. Beim vom ADFC durchgeführten Fahrradklimatest 2018 belegte Göttingen Platz 1 in der Kategorie „Spitzenreiter“ (bester absoluter Durchschnittswert) der Klasse 100.000 bis 200.000 Einwohner. Auch im Jahr 2020 war die Stadt erfolgreich und belegte den Rangplatz 1 in ihrer Größenklasse. Der Fahrradklima-Test wird alle zwei Jahre durchgeführt.

Fahrradfahren gehört zu Göttingen

Prozent der Göttinger*innen steigen regelmäßig auf das Fahrrad – für viele ist es sogar das primäre Verkehrsmittel. Denn: Radfahren ist gut fürs Klima, stärkt die Gesundheit und macht in Göttingen Spaß. Dafür sorgen der Radschnellweg – der erste bundesweit, der mitten durch eine Großstadt führt – sowie mehrere Fahrradstraßen und das Lebensgefühl der Menschen, dass das Fahrradfahren ganz einfach zu Göttingen gehört. 

Grüne Welle fürs Fahrrad

Der Radschnellweg führt vom Göttinger Bahnhof am Campus vorbei zum Universitätsklinikum und großen universitären sowie wissenschaftlichen Einrichtungen im Norden der Stadt. Etwa 1,4 Kilometer verlaufen als Fahrradstraßen zusammen mit dem übrigen Verkehr. Separate Anlagen für den Radverkehr mit großzügigen Breiten von drei bis vier Meter bei Zweirichtungsradwegen wurden auf den restlichen 2,6 Kilometer geschaffen, vorhandene Radwege wurden modernisiert und erweitert. Je nach Höhe des Radverkehr-Aufkommens und nach Verkehrslage kommt es zu einer grünen Welle für den Radverkehr, der durch Zählschleifen im Radweg gemessen wird. Der Radweg wird außerdem bei winterlichen Straßenverhältnissen bevorzugt geräumt.

Die Strecke wurde inzwischen ab dem Göttinger Bahnhof in Richtung Süden bis zum Rosdorfer Kreisel ausgebaut. Der nördliche Ausbau des Radschnellweges in Richtung Bovenden wird geprüft. 

Fahrradstraßen

Fahrradstraßen machen das Radfahren in Göttingen sicher und attraktiv: Als bevorrechtigte Verkehrsbeteiligte steht Menschen, die mit dem Rad unterwegs sind, mehr Straßenraum zur Verfügung als auf den üblichen Radwegen. Kraftfahrzeuge müssen sich der Geschwindigkeit von Radfahrer*innen anpassen. An Kreuzungen und Einmündungen gelten die Vorfahrtregeln uneingeschränkt.

Die Stadt unterstützt den Umstieg auf das umweltfreundliche Rad und leistet mit den Fahrradstraßen einen weiteren Beitrag zur Verkehrsberuhigung in den anliegenden Wohngebieten. Die Fahrradstraßen sind hier zu finden: Goßlerstraße und Christopherusweg, von Sternstraße bis Groscurthstraße sowie Am Papenberg bis Eichendorffplatz und Gutenbergstraße/Von-Bar-Straße und – ganz neu – die Veloroute von Weende in Richtung City. Der als Fahrradstraße ausgewiesene Abschnitt zwischen der Einmündung Christopherusweg und Am Weendespring hat eine Länge von etwa 2 km und ist Bestandteil der derzeit längsten Strecke zusammenhängender Fahrradstraßen in Göttingen mit insgesamt etwa 3,1 km Länge zwischen dem Nikolausberger Weg und Weende Nord. Hiermit ist eine attraktive, sichere und komfortable Radverkehrsverbindung von der Innenstadt in die nördlichen Stadtbereiche geschaffen worden.

Abstellplätze

Fahrrad-Abstellplätze im Innenstadtbereich können über den interaktiven Stadtplan aufgerufen werden.

Radverkehrentwicklungsplan

Der Radverkehrsentwicklungsplan (RVEP) konkretisiert den Klimaplan Verkehrsentwicklung der Stadt Göttingen auf das Handlungsfeld „Neue Wege für das Rad“. 

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