Der Film bringt uns eine der berühmtesten und dennoch rätselhaftesten Persönlichkeiten näher, die die Geschichte der Musik für immer veränderte. Paris, 1835. Aufruhr herrscht in Europa. Frédéric Chopin ist 25 und der Star der Stadt. In Salons und bei Soireen wird er gefeiert und vom König verehrt. Er gilt als musikalisches Genie, das mit sensibler Virtuosität mehr bewegt als andere mit donnerndem Pathos. Doch hinter dem strahlenden Glanz verbergen sich Schatten: Chopins Gesundheit ist fragil und seine Musik – kühn, raffiniert, poetisch – zeigt eine Seele, die schwermütiger ist, als er offenbart, inspiriert von der Sehnsucht nach seiner polnischen Heimat. Chopin verliebt sich in die Schriftstellerin George Sand, eine unkonventionelle, scharfzüngige und furchtlose Stimme ihrer Zeit. Mit ihr erlebt er kreative Höhenflüge und schmerzhafte Krisen. Doch seine Gesundheit schwindet und die resultierende Abgeschiedenheit schlägt dem Melancholiker aufs Gemüt.
Regie: Michał Kwieciński
Polen/Frankreich 2025, OmU (133 Min.)
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Astrid steht kurz davor, Musikgeschichte zu schreiben und den Traum ihres verstorbenen Vaters zu erfüllen: vier weltberühmte Stradivari zum ersten Mal für ein Konzert zu vereinen. Doch die Harmonie endet bei den kostbaren Streichinstrumenten. Die für das Projekt engagierten Solisten Lise, George, Peter und Apolline beherrschen zwar virtuos ihre Saiten, aber nicht ihre Emotionen. Während der Proben auf dem abgeschiedenen Chateau prallen Eitelkeiten, alte Rivalitäten und künstlerische Differenzen aufeinander. Um das Jahrhundertprojekt vor dem Scheitern zu retten, bittet Astrid den exzentrischen Komponisten Charlie Beaumont um Hilfe. Nun liegt es an ihm, aus vier Einzelkämpfern ein Quartett zu formen und den unvergleichlichen Klang der Stradivari zum Leben zu erwecken.
Ein Fest für die Sinne und eine Einladung, die Magie dieser einzigartigen Instrumente im Kino zu erleben.
Regie: Grégory Magne
Frankreich 2025, OmU (102 Min.)
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Der neue Film der Dardenne-Brüder. 5 junge Mädchen leben in einem Heim für junge Mütter. Fünf Teenagerinnen, die auf ein besseres Leben für sich und ihre Babys hoffen. Jede Geschichte wurde entsprechend der jeweiligen Teenager-Mutter und ihrem Kind gestaltet, sowohl innerhalb als auch außerhalb des Heims für junge Mütter. Was sie verbindet, ist die frühe Mutterschaft, die mit der sozialen Determinierung von Armut und bestimmten emotionalen Defiziten verbunden ist. Diese können dazu führen, dass die gleichen Verhaltensweisen von Generation zu Generation wiederholt werden. Genau davon versuchen sie sich zu befreien und erscheinen dabei einzigartig, lebendig und individuell.
Regie: Jean-Pierre & Luc Dardenne
Französisch/Belgien 2025, OmU (106 Min.)
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SOPHIE MARCEAU ist zurück!
Mit 55 Jahren genießt Anne (Sophie Marceau) erstmals die neu gewonnene Freiheit, seit ihre Kinder ausgezogen sind. Der Alltag gerät jedoch aus dem Gleichgewicht, als ihre 23-jährige Tochter Louise (Thaïs Alessandrin) nach beruflichen und privaten Rückschlägen wieder bei ihr einzieht. Das ungeplante Zusammenleben bringt unterschiedliche Lebensentwürfe und Erwartungen ans Licht. Kurz darauf folgt eine weitere Nachricht, die Annes Situation verändert: Ihr Sohn Théo (Victor Belmondo) teilt ihr mit, dass sie bald Großmutter wird. Zwischen dem erneuten Zusammenleben mit Louise und dieser neuen familiären Rolle verschieben sich Annes Perspektiven. Gewohnte Strukturen lösen sich auf, während sich neue Möglichkeiten und unerwartete emotionale Impulse ergeben. Angesichts dieser Entwicklungen muss Anne erkennt, dass Lebenspläne selten geradlinig verlaufen.
Regie: Lisa Azuelos
Frankreich 2026, OmU (108 Min.)
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Hinauf in die Berge: Eine realistische und dennoch gleichnishafte Reise, aus den Büros der Städte hinauf zu den Hirten und Herden in die Berge, schildert dieser wunderbare Film.
Mathyas tauscht sein Leben als junger Werbefachmann in Montreal ein, um Schäfer in der Provence zu werden. Die harte Realität der Hirtenwelt zwingt ihn jedoch dazu, seine romantische Vorstellung von diesem Beruf zu hinterfragen. Der Besuch von Élise, einer Beamtin, die ihren Job kurz entschlossen gekündigt hat, gibt Mathyas Suche eine neue Richtung. Gemeinsam begeben sie sich auf die Wanderschaft mit einer Schafherde in ihrer alleinigen Verantwortung. An den Begegnungen und bestandenen Prüfungen in den Bergen gewachsen, erschaffen sie sich die Möglichkeit für ein neues Leben.
Regie: Sophie Deraspe
Frankreich/Kanada 2024, OmU (113 Min.)
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Barberie Bichette, von ihren Freund:innen auch Barbie genannt, war vielleicht schön, vielleicht geliebt, vielleicht eine gute Mutter. Doch sie sieht all das nicht mehr und ist mit neuen Herausforderungen konfrontiert, als sie 55 Jahre alt wird. Sie gerät in eine Welt voller Dunkelheit, Gewalt und Absurdität, während sie mit ihrer Identität, ihren Beziehungen und den Problemen des Lebens kämpft.
Barberie ist Mitte 50 – und sie hat alles, was langläufig zu einem angenehmen Leben gehört: genug Geld, einen sicheren Job in einer Werbeagentur, einen erwachsenen Sohn und eine zickige 17-jährige Tochter. Aber Barberie ist eine Vielleicht-Frau, unsicher in allem, was sie tut, und unglücklich, weil sie immer noch nicht weiß, wer sie ist und was das Ganze überhaupt soll.
Ihr Leben lang hat sie funktioniert, hat sich für die Kinder aufgeopfert, vermutlich auch für ihren Ex-Mann. Sie hat getan, was nötig war, aber nie das, wozu sie Lust hatte. Und dabei hat sie den Spaß am Leben verlernt. Nun möchte sie ihre Memoiren schreiben, kommt damit aber nicht voran. Also verabredet sie sich mit Männern, und auch dabei hapert es. Stattdessen lässt sie sich von ihrer besten Freundin zutexten, die sie lieber anschwindelt, statt ehrlich über ihre Probleme zu reden, nur um endlich ihre Ruhe zu haben. Denn in Wahrheit hat Barberie viele Probleme.
Regie: Sophie Fillières
mit: Agnès Jaoui, Angelina Woreth, Édouard Sulpice
Frankreich 2024, Omu (102 Min.)
Die französisch-senegalesische Tänzerin und Choreografin Germaine Acogny, geboren im Jahr 1944 in Benin, gilt als „Mutter des afrikanischen zeitgenössischen Tanzes“. Die Regisseurin Greta-Marie Becker porträtiert die Künstlerin in ihrem Werk Germaine Acogny – l'essence de la danse und zeigt dabei die unermüdliche Energie, mit der Acogny tanzt, performt und unterrichtet. Germaine Acogny ist eine Ikone. Doch sie ruht sich nicht auf diesem Status aus, sondern interagiert voller Elan mit dem Nachwuchs und will nach wie vor erfahren, was die jungen Talente bewegt und berührt – dieses Werk ist eine Hommage an sie und ihre Willenskraft. Becker verbindet aktuelle Interviews und Aufnahmen mit Archivmaterial. So sieht man Acogny beispielsweise in jüngeren Jahren, aber auch dann, als sie andere Tänzer:innen mit ihrer entschlossenen Art als Lehrerin motiviert und antreibt.
Der Film wird im Rahmen einer Kinotour und in Kooperation mit der Ballettgesellschaft Hannover gezeigt – auch Tänzerin Germaine selbst wird anwesend sein!
Weitere Vorstellungen:
Samstag, 30. Mai, Matinée
Sonntag, 31. Mai, 11 Uhr
Samstag, 06. Juni, Matinée
Sonntag, 07. Juni, Matinée
Regie: Greta-Marie Becker
Deutschland, Frankreich, Senegal 2026, franz. Omu (89 Min.)
Antoine Toussaint ist ein gefeierter Chansonnier und notorischer Eigenbrötler. Nach einem Zusammenbruch auf der Bühne fürchtet er, seinen geliebten Beruf nicht mehr ausüben zu können, und nimmt den Zug nach Genf, um seinem Dasein ein Ende zu bereiten. Die Reise verläuft jedoch alles andere als planmäßig, denn in seinem Abteil sitzt die quirlige Victoire, frisch aus dem Knast und glühender Fan des Sängers. Antoine will sie schnellstens wieder loswerden, doch Victoire lässt sich schwer abwimmeln und bringt – ohne es zu ahnen – seine Pläne ins Wanken. Zu Antoines Überraschung wächst ihm die lebensbejahende Nervensäge langsam ans Herz.
Regie: Jean-Pierre Améris
mit: Gérard Darmon, Valérie Lemercier, Patrick Timsit
Frankreich 2025, Omu (90 Min.), FSK: 6 J.
Lilian (Jodie Foster), eine Psychiaterin, die von New York nach Paris kam, verliert nach dem Selbstmord einer Patientin nicht nur den Halt in ihrem Beruf, sondern auch in ihrem psychischen Leben. Was wusste sie nach jahrelanger Therapie überhaupt über diese Frau? Lilian versucht, der Ursache des Suizids näher auf den Grund zu gehen und tritt auf erschreckende Abgründe. Mithilfe ihrer eigenen Hypnose taucht sie in die Welt der verstorbenen Frau ein, die stark mit ihrem eigenen Leben verbunden zu sein scheint.
Regie: Rebecca Zlotowski
Mit: Jodie Foster, Virginie Efira, Mathieu Amalric, Daniel Auteuil, Vincent Lacoste
Frankreich 2025, OmU (101 Min.), FSK: 12 J.
Marianne ist die reichste Frau der Welt. Pierre-Alain ist ein Dandy, Schriftsteller und Fotograf in Paris. Die Beiden kreuzen sich bei einem Fotoshooting und werden unzertrennlich. Ihre liebevolle Freundschaft überrascht, amüsiert, fasziniert, sorgt für Gesprächsstoff und verunsichert schließlich das Umfeld und die Familie der Milliardärin. Vor allem Mariannes Tochter hat Schwierigkeiten mit der plötzlichen Vertrautheit ihrer Mutter mit diesem jüngeren Mann, der von Geld scheinbar nicht genug bekommen kann. Wie aufrichtig ist er demnach?
Eine grandiose wie doppelbödige Satire über die Macht des Geldes und den verführerischen Glauben an eine Familie, die ihr widerstehen könnte.
Regie: Thierry Klifa
mit: Isabelle Huppert, Laurent Lafitten, Marina Foïs, Raphaël Personnaz
Frankreich, Belgien 2025, OmU (121 Min.), FSK: 12 J.