Die französisch-senegalesische Tänzerin und Choreografin Germaine Acogny, geboren im Jahr 1944 in Benin, gilt als „Mutter des afrikanischen zeitgenössischen Tanzes“. Die Regisseurin Greta-Marie Becker porträtiert die Künstlerin in ihrem Werk Germaine Acogny – l'essence de la danse und zeigt dabei die unermüdliche Energie, mit der Acogny tanzt, performt und unterrichtet. Becker verbindet aktuelle Interviews und Aufnahmen mit Archivmaterial. So sieht man Acogny beispielsweise in jüngeren Jahren und aber auch dann, als sie andere Tänzer:innen mit ihrer entschlossenen Art als Lehrerin motiviert und antreibt.

Acognys Karriere begann, als der Dichter und Staatsmann Léopold Sédar Senghor den Senegal zu einem Zentrum für zeitgenössische Kunst in Afrika machen wollte. Als erster Präsident nach der Unabhängigkeit des Landes (1960) gründete er 1977 gemeinsam mit dem französischen Star-Choreografen Maurice Béjart das Nationale Tanzinstitut Mudra Afrique. Mit Anfang 30 wurde Germaine Acogny die erste künstlerische Leiterin des wegweisenden Tanzinstituts. Die Zuschauenden erhalten kurze Blicke in einstige Proben oder Aufführungen und einen Eindruck von Acognys Kampfbereitschaft: „Beim Tanzen sollte man nicht deinen Körper sehen, sondern deine Seele“, sagt sie an einer Stelle. Bei ihren Performances kommt zur Bewegungskunst zuweilen das gesprochene Wort in Form von klaren politischen Statements hinzu. Ganz nebenbei schildert Becker in ihrem Film eine zauberhafte Liebesgeschichte mit Acognys Ehemann Helmut Vogt, mit dem Acogny die École des Sables gründet, das Internationale Zentrum für traditionelle und zeitgenössische afrikanische Tänze im Senegal.

Germaine Acogny ist eine Ikone. Doch sie ruht sich nicht auf diesem Status aus, sondern interagiert voller Elan mit dem Nachwuchs und will nach wie vor erfahren, was die jungen Talente bewegt und berührt – dieses Werk ist eine Hommage an sie und ihre Willenskraft.

Der Tanzfilm wird als Premiere im Rahmen der Ostertanztage und in Kooperation mit dem Staatsballett Hannover gezeigt – auch die Regisseurin wird anwesend sein!

Regie: Greta-Marie Becker
Deutschland, Frankreich, Senegal 2026, franz. OmU (89 Min.).

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Der französische Spielfilm L’Histoire de Souleymane (2024) von Boris Lojkine erzählt 48 Stunden im Leben von Souleymane, einem jungen Migranten aus Guinea, der in Paris um sein Überleben und eine Zukunft kämpft.

Souleymane ist aus Guinea nach Frankreich gekommen mit der Hoffnung auf ein besseres Leben. In Paris arbeitet er als Fahrradkurier und liefert Essen in der französischen Hauptstadt aus – schnell, oft ohne genügend Schutz und bis in die Nacht hinein. Parallel zu seinem Job muss er einen wichtigen Termin wahrnehmen: Ein Anhörungstermin bei der zuständigen Behörde für Asylverfahren steht bevor und wird über seine Zukunft entscheiden. Er hat keinen regulären Aufenthaltsstatus („sans papiers“) und keine sicheren Papiere. Deshalb gerät er in prekäre Abhängigkeiten: Er nutzt das Konto eines anderen als Kurier und übernimmt eine Geschichte, die ihm nicht ganz gehört – eine vorgeschriebene Erzählung, damit sein Asylverfahren Erfolg haben könnte.

Der Film zeigt, wie Souleymane nicht nur gegen äußere Strukturen kämpft – wie Ausbeutung, kaum Schlafplätze, permanenten Druck – sondern auch innerlich ringt: mit Würde, Wahrheit, Identität und dem Wunsch nach einem Leben in Sicherheit. Letztlich spitzt sich alles auf diesen Anhörungstermin zu: Er muss mit einer Geschichte antreten, die nicht seine ist, um bleiben zu dürfen – doch im Inneren überlegt er, ob er diese fremde Geschichte wirklich leben will.

L'histoire de Souleymane ("Souleymanes Geschichte") wird in folgenden Tagen im Kino im Künstlerhaus Hannover gezeigt:
am Dienstag, den 14. April um 17:30 Uhr
am Montag, den 20. April um 20:45 Uhr
am Mittwoch, den 22. April um 18 Uhr

Regie: Boris Lojkine
Mit: Abou Sangaré, Nina Meurisse, Emmanuel Yovanie, Younoussa Diallo

Frankreich 2025, OmU (93 Min.)

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Eine Killerin, ein tödlicher Auftrag, ein Netz aus Verrat und Intrigen. Christoph Hochhäuslers atmosphärischer Gangsterfilm, der als La Mort Viendra 2024 beim Locarno Film Festival seine Weltpremiere feierte, entführt in die düsteren Gassen Brüssels. In der Tradition von Jean-Pierre Melville erzählt der Film die Geschichte der Auftragsmörderin Tez, die im Auftrag des berüchtigten Gangsters Charles Mahr einen riskanten Racheplan umsetzt – bis sie selbst zur Gejagten wird. Düster, stilvoll und begleitet von einer klirrend-kalten Filmmusik, beleuchtet der Film eine Welt voller Machtspiele, Intrigen und Verrat. Ein Meisterwerk, das die Faszination des klassischen Gangsterkinos mit moderner Eleganz neu aufleben lässt.

Tez ist Auftragskillerin, doch dieser Job fordert mehr als nur ihre tödliche Präzision. Als Charles Mahr, ein legendärer Gangster, sie engagiert, den Mord an einem seiner Kuriere zu rächen, gerät Tez in ein Netz aus Verrat und Machtspielen. Sie verfolgt eine Spur, die zu einem Komplott zwischen Mahrs ehrgeizigem Rivalen De Boer und seinem engen Vertrauten Zinedine führt. Doch der Auftrag nimmt eine unerwartete Wendung, und Tez muss entscheiden, für wen sie am Ende wirklich arbeitet.

Dank des bundesweiten Startes am 12. März wird der Film im Rahmen einer Kinotour an folgenden Tagen im Kino am Künstlerhaus gezeigt:

am Freitag, 27.03. um 16 Uhr, am Sonntag, 29.03. um 18 Uhr, am Samstag, 04.04. um 16 Uhr und am Mittwoch, 08.04. um 18 Uhr

Regie: Christoph Hochhäusler

mit: Sophie Verbeeck, Louis-Do de Lencquesaing, Marc Limpach, Mourade Zeguendi.

Deutschland, Belgien, Luxemburg 2024, OmU (101 Min.)

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Niki de Saint Phalle († 2002) wurde mit ihren Nana-Skulpturen weltberühmt, als jene Künstlerin, die mit Messern und Gewehren Gemälde beschoss. Doch ihre Lebensgeschichte steckt voller Abgründe.

Um 1950 lässt die junge Niki alles hinter sich und zieht mit ihrem Mann und ihrer Tochter nach Frankreich. Als Modell und Schauspielerin träumt Niki von einem größeren Leben in Paris, aber die Dämonen ihrer Kindheit trägt sie stets mit sich. Irgendwann bricht Niki zusammen und wird Zeit in einer Psychiatrie verbringen. Ein starker Wille und kreative Urgewalt lassen sie ausbrechen und eine neue Sprache der Kunst erfinden, die von Gewalt, Hoffnung und Weiblichkeit erzählt. Sie erschuf Nanas in allen Formen und Farben, die „Huren“ der Gegenwart, in die das Publikum ein- und ausgehen konnte. Ihre Kunst wird zu ihrer Waffe – poetisch, schöpferisch und zielsicher, bis an die Grenzen der etablierten Kunstwelt...

Bis zum 14. Februar zeigt das Sprengel Museum in Hannover noch die Austellung "NIKI. KUSAMA. MURAKAMI. LOVE YOU FOR INFINITY", welche erstmals die Werke von Niki de Saint Phalle, Yayoi Kusama und Takashi Murakami in einer gemeinsamen Ausstellung zusammen bringt. Anlass der Ausstellung war der 25. Jahrestag der großzügigen Schenkung von über 400 Werken durch Niki de Saint Phalle.

Regie: Céline Sallette

Mit:  Charlotte Le Bon, John Robinson (IV), Damien Bonnard

Frankreich/Belgien 2025, 98 Min, FSK 12

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Lemmy Caution, extraterrestrischer Geheimagent, erreicht die Großstadt Alphaville, die vom Supercomputer Alpha60 diktatorisch regiert wird. Er erlaubt keine Emotionen, keine Poesie - nichts, das von der kalten, wissenschaftlichen Logik abweicht. Lemmy Caution hat die Mission, den Erschaffer des Supercomputers zu töten und die Stadt aus dessen Herrschaft zu befreien. Dann aber macht er Bekanntschaft mit Natacha, der linientreuen Tochter des Programmierers von Alpha60, und verliebt sich in sie. Natacha allerdings, weiß mit der Liebe nichts anzufangen.

Jean-Luc Godards Sci-Fi-Dystopie von 1965 besticht durch die Atmosphäre eines Film Noir und verteidigt zugleich die allzu menschlichen Gefühle gegen kalte Rationalität.

Mit filmphilosophischer Einführung durch Walter Benjamin.

Regie: Jean-Luc Godard

Mit:  Eddie Constantine, Anna Karina, Akim Tamiroff

Frankreich 1965, OmU (105 Min), FSK 16

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Wenige Tage vor Weihnachten in Clermont-Ferrad. Der junge katholische Ingenieur Jean-Louis bemerkt beim Besuch eines Gottesdienstes die schöne junge Frau Françoise und beschließt, dass sie seine Frau werden soll. Diese Überzeugung wird herausgefordert, als ihn ein weihnächtlicher Schneefall an der Heimfahrt hindert und er stattdessen eine Nacht und den darauffolgenden Tag mit der attraktiven Ärztin Maud verbringt.

Die Versuchung von Jean-Louis seinen Vorstellungen von Moral und Liebe untreu zu werden, folgt einer Auseinandersetzung mit Moral und Ethik in den Beziehungen der Menschen.

Der französische Filmklassiker der Nouvelle Vague wird kuratiert und moderiert von Fia Junge und Nicho Hänsel.

Regie: Éric Rohmer

Mit: Jean-Louis Trintignant, Françoise Fabian, Marie-Christine Barrault

Frankreich 1969, OmU (110 Min), FSK 0

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Der Rebell und Gauner Michel Poiccard ist in einer gestohlenen Luxuslimousine auf dem Weg nach Paris, als er in eine Geschwindigkeitskontrolle gerät. Ein Polizist stellt ihn und wird von Michel kaltblütig erschossen. Auf der Flucht vor dem Gesetz taucht er bei Patricia, einer Zeitungsverkäuferin, die Journalistin werden will, unter. Er versucht Geld für die gemeinsame Flucht nach Italien zu beschaffen - doch der Kreis der Polizei wird immer enger.

Der erste Langfilm von Jean-Luc Godard, der als Klassiker des französischen Kinos und der Nouvelle Vague gilt, entstand nach einem von Godard umgeschriebenen Drehbuch von François Truffaut, das auf einem Zeitungsbericht über einen Polizistenmord basierte.

Der Film wird eingeführt durch Kathleen Loock, Professorin für American Studies und Medienwissenschaften, mit einer anschließenden Vorführung des amerikanischen Remakes "Atemlos" von 1983 um 20:15 Uhr.   

Regie: Jean-Luc Godard

Mit:  Jean Seberg, Jean-Paul Belmondo, Daniel Boulanger

Frankreich 1960, OmU (87 Min), FSK 16

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Der Filmklassiker "À bout de souffle" (dt. Außer Atem) von Jean-Luc Godard gehört zweifellos zu den großen Filmen der französischen Kinobewegung Nouvelle Vague, der 1950er und 1960er Jahren. Doch was ist die Geschichte dahinter?

Die exklusive Vorpremiere des Films "Nouvelle Vague" von Richard Linklater wirft einen Blick auf die Dreharbeiten von Godards bahnbrechendem Krimidrama – mit viel Liebe zum Detail, zahlreichen Verweisen und Humor. Der Clou an der Sache: Der Film wurde im Stil seines Vorbilds gedreht, in Schwarz-Weiß und im Format 1:1,37.

Das Filmvorbild "À bout de souffle" wird vorab um 18 Uhr im Kino im Künstlerhaus gezeigt!

Eine Reservierung von Tickets ist möglich per E-Mail an kokikasse@hannover-stadt.de oder telefonisch unter +49 511 168 455 22 

Regie: Richard Linklater

Mit: Guillaume Marbeck, Zoey Deutch, Aubry Dullin

Frankreich 2025, OmU (106 Min.), FSK 12

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Die Nouvelle Vague (dt. Neue Welle) bezeichnet eine einflussreiche Bewegung des französischen Kinos, angefangen im Jahr 1918 mit einer späteren Fortsetzung in den 1950er bis 1960er Jahren, dessen Charakteristiken bis heute noch auch das moderne Kino prägen. 

Vom 16. bis 31. Januar widmet sich das Kommunale Kino im Künstlerhaus in Hannover wiederholt den Filmen dieser Filmbewegung. Gezeigt werden diverse Filmklassiker u.a. von Jean-Luc Godard, der das französische Kino durch seine Filme geprägt hat, in ihrer französischen Originalfassung.

Folgende Filme befinden sich unter dem Programm:

Die vollständige Synopsis der Filme und weiter Filmdetails stehen in dem Programm des KOKI.

Reservierung von Tickets ist möglich per E-Mail an kokikasse@hannover-stadt.de oder telefonisch unter +49 511 168 455 22 

Die Nouvelle Vague (dt. Neue Welle) bezeichnet eine einflussreiche Bewegung des französischen Kinos, mit ihrem Anfang im Jahr 1918 und einer späteren Fortsetzung in den 1950er bis 1960er Jahren.
Sie setzte sich gegen die traditionellen Strukturen des Films und des Kinos auf, indem sie Regisseure als die maßgeblichen Autoren prägte und experimentelle, oft dokumentarische Stile verwendete. Viele inhaltliche wie auch stilistische Elemente der Nouvelle Vague finden sich auch noch heute in der modernen Filmkunst wieder. Sie diente ebenfalls zur Inspiration der deutschen Filmbewegung, der "Neue Deutsche Film", welche im selben Zeitraum statt fand.

In diesem Hinblick, zeigt das Kommunale Kino im Künstlerhaus in Hannover vom 28. November bis 30. November die großen Filme aus dieser Zeit in ihrer französischen Originalfassung mit deutschen Untertiteln.

Auf dem Programm stehen:

Die genauen Spielzeiten und Filmhandlungen sowie die Tickets zu den Vorstellungen sind auf der Website des KOKI erhältlich unter diesem Link.

Die Französische Filmwoche feiert 2025 ihr 25-jähriges Jubiläum – und zeigt daher auch vom 24.-26. November die Vielfalt und kreative Kraft des französischen Kinos im Kino im Künstlerhaus, in Hannover!

Das vielseitige und exklusive Programme 2025 bietet zahlreiche Vorpremieren und bislang unveröffentlichte Filme in ihrer Originalfassung mit deutschen oder englischen Untertiteln. Darunter befindet sich auch das spannende Drama "L'histoire de Souleymane" von Regisseur Boris Lojkine, welches den Teufelskreis der Migration und der Ausbeutung, und die Realität eines qualvollen Asylverfahrens veranschaulicht.

Souleymane, ein junger Migrant aus Guinea, schlägt sich in Paris als Fahrradkurier unter haarsträubenden Bedingungen durch. Doch da er keine legale Arbeitserlaubnis hat, bleibt ihm trotzdem nur ein Bruchteil seines Lohns. Während er tagsüber den Launen der wohlhabenden Kund*innen und den Abhängigkeiten innerhalb der migrantischen Community ausgeliefert ist, muss er abends den letzten Bus bekommen, der ihn zu einer Notunterkunft bringt.
Dazu kommt die zusätzliche Last seines Kampfes um Asyl – ein Ziel, das auch seine finanziellen Reserven bis aufs Letzte aufbraucht. Bis zu seinem Termin beim Migrationsamt bleiben ihm noch 48 Stunden...

Begleitet wird diese Vorführung, von einem anschließenden Gesprächsabend und Fragerunde mit Regisseur Lojkine, wodurch dem Publikum die einzigartige Möglichkeit geboten wird, direkten Einblick in die Entstehung und die Hintergründe des Films zu erlangen.

Die Französische Filmwoche wird seit 25. Jahren durch das Institut français d'Allemagne und Unifrance Films, in enger Kooperation mit der Yorck Kinogruppe, organisiert.

Regie: Boris Lojkine

Mit: Abou Sangaré, Nina Meurisse, Emmanuel Yovanie, Younoussa Diallo

Frankreich 2025, 93 Min., OmU

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Im Rahmen der Filmphilosophischen Filmreihe "Das Sichtbare und das Sagbare" mit Einführung von Philosophie-Studentin Theresa Vorwerk.

Irgendwo, in den Tiefen des Weltalls, auf einem wilden, geheimnisvollen Planeten: Terr, ein kleiner Om-Junge, wächst bei seiner Besitzerin, dem Draag-Mädchen Tiwa, auf. Als es ihm eines Tages gelingt, zu flüchten, entdeckt er, dass es wildlebende Om gibt, die sich gegen die Unterdrückung und Verfolgung der Draag zur Wehr setzen.
Terr teilt das Wissen, dass er sich bei Tiwa angeeignet hat, mit seinen neuen Freunden, und zusammen versuchen sie, die Machtverhältnisse auf dem Planeten neu zu gestalten.

Mit welchen Narrativen erhebt sich die eine Kultur über die Andere? Wieviel Macht verleiht Wissen? René Laloux’ wunderschöner, psychedelischer Animationsfilm von 1973 lässt uns eintauchen in eine fremde Welt mit nur allzu bekannten Hierarchien. Eine philosophisch-surrealistische Parabel über Unterdrückung und Widerstand.

Mit: Jean Valmont, Jennifer Drake, Sylvie Lenoir

Regie: René Laloux

Frankreich/Tschechien 1973, OmU (72 Min.), FSK. 12 J.

"Close" ist nach dem gefeierten Drama "Girl" der zweite Spielfilm des belgischen Filmemachers Lukas Dhont, in welchem er die Geschichte jugendlicher Figuren in einer Ausnahmesituation erzählt. Es ist ein schmerzhaftes Drama über Freundschaft und verinnerlichte Homophobie.

Léo und Remi, 13 Jahre alt, sind beste Freunde – und auch in der neuen Schule in einer Klasse. Die zwei Jungs verbringen bis dahin jede freie Sekunde miteinander, Léo übernachtet bei Remi, sitzt bei dessen Oboen-Konzert im Publikum. Die Jungs sind sich körperlich näher als andere Gleichaltrige, daher die Frage einer Mitschülerin.

"Seid ihr eigentlich zusammen?" – Eine Frage, die für Léo eben nicht beiläufig ist, sondern verhängnisvoll, die ihn merklich erschüttert. Eine Frage, nach der nichts mehr ist, wie es einmal war.

- Veranstaltung mit Einführung und Gespräch.

Mit:  Eden Dambrine, Gustav De Waele, Emilie Dequenne

Regie: Lukas Dhont

Frankreich 2022, OmU (105 Min.), FSK. 12 J.

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Im Frankreich des Jahres 1943 ist Django Reinhardt (Reda Kateb) einer der beliebtesten Entertainer und Musiker, jeden Abend spielt er vor ausverkauftem Haus. Mit seinem lebhaften Gypsy-Swing ist der Jazzgitarrist so erfolgreich, dass sich selbst die deutschen Besatzer davon anstecken lassen, die Angehörige der Sinti wie ihn sonst gnadenlos verfolgen und ermorden. Django jedoch kann sich vorerst in Sicherheit wiegen – bis er sich weigert, in Deutschland auf Tournee zu gehen, wie es die Nazis von ihm verlangen. So ist er gezwungen, aus Paris zu fliehen.

R: E. Comar
F, 2017, 117 Min.
engl. OmU

Vorab gibt es ein Konzert vom Anton Holovinskyi Trio:
Anton Holovinskyi- g
Ludwig Berner - k bass
Balz Muheim - drums

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