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Cinéma | Sans soleil

26. März, 20:00 - 22:30

sans soleil allo ciné

SANS SOLEIL (1981) ist ein Reisebericht, ein Strudel von Bildern, Gedanken und assoziativen Sprüngen. Der Kameramann Sandor Krasna (ein Pseudonym Chris Markers) schreibt aus Afrika und Japan an eine Frau, die die Briefe nun liest und kommentiert. Sie erzeugen bei ihr neue Bilder, Assoziationen und Erinnerungen. Dabei geht es auch um das Nicht-Verstehen, das Marker nicht als Kapitulation auffasst, sondern das für ihn eine Bereicherung darstellt.
SANS SOLEIL gilt in Chris Markers essayistischem Werk als Höhepunkt. Der Film ist ein Beispiel für die unbegrenzten Möglichkeiten filmischen Erzählens, aber auch für die Grenzen unseres Verstehens. Ihn nur einmal zu sehen - so sind sich alle einig, die über den Film geschrieben haben -, reicht nicht aus, ihn zu verstehen. Doch die assoziative Bilderflut von SANS SOLEIL erweist sich letztlich als ein Bildkatalog des 20. Jahrhunderts: das Ende des Kolonialismus in Afrika, Kriege und atomare Bedrohung, und der Anbruch des digitalen Zeitalters, ausgerechnet im einst so traditionellen Japan.

Regie: Chris Marker

Frankreich 1981, OmU (104 Min.)

Trailer

Die Filmreihe Essayfilme wird gefördert vom Kulturbüro der Stadt Hannover.

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