Zukunftsstandort Hildesheim - Digitale Stadtentwicklung, Gewerbepark und Hafen

Veröffentlicht: 17. September 2026
Sicht auf das Wendebecken im Hafen Richtung Hasede (Gemeinde Giesen) (Foto: Stadt Hildesheim)

Auf der Expo Real 2026 präsentiert Hildesheim innovative Ansätze für die Stadt- und Standortentwicklung. Im Mittelpunkt stehen der Digitale Zwilling und ein 3D-Stadtmodell sowie der Interkommunale Gewerbepark Nord und der Hafen. Vom 5. bis 7. Oktober präsentiert sich Hildesheim am Gemeinschaftsstand der Metropolregion Hannover Braunschweig Göttingen Wolfsburg und des Landes Niedersachsen in Halle C1, Stand 310 & 410, auf dem Messegelände München.

Digitaler Zwilling und 3D-Modell

Digitale Zwillinge gewinnen immer mehr an strategischer Bedeutung. Als dynamische, datenbasierte Abbilder der realen Stadt ermöglichen sie es, Zustände sichtbar zu machen, Entwicklungen zu beobachten und Planungsmaßnahmen vorab zu simulieren und zu bewerten. Damit schaffen sie eine fundierte Grundlage für evidenzbasierte Entscheidungen in der Klimaanpassung, der Stadtentwicklung und der kommunalen Steuerung.

3D-Bild von Hildesheim (Bild: Stadt Hildesheim)
Der Digitale Zwilling liefert in 3D einen Überblick über Hildesheim und ermöglicht die Simulation diverser Ereignisse. (Bild: Stadt Hildesheim)

Der Anwendungsfall „Unter dem Pflaster“ setzt genau an dieser Schnittstelle an. Er überträgt das Schwammstadt-Prinzip in den Urbanen Digitalen Zwilling Hildesheims und verbindet damit wasserbezogene Klimaanpassung, Mikroklimaverbesserung und digitale Planungsunterstützung in einem integrierten Ansatz. Ziel ist es, die Stadt widerstandsfähiger gegenüber Hitze und Starkregen zu machen und gleichzeitig Verwaltung, Fachplanung und Stadtgesellschaft mit nachvollziehbaren Daten und Szenarien zu unterstützen. 

Der Mehrwert eines Digitalen Zwillings liegt in seiner Dynamik: Er bildet nicht nur einen Zustand ab, sondern kann sich durch neue Daten fortlaufend aktualisieren, Entwicklungen erkennen und Szenarien bewerten. Damit wird er zu einem instrumentellen Werkzeug für eine resiliente, datenbasierte und vorausschauende Stadtentwicklung.

Der Digitale Zwilling fokussiert dabei insbesondere auf folgende thematische Schwerpunkte: 

  1. Urbane Hitzeinseln mindern: Analyse von Temperaturbelastungen, Verschattung, Grünanteilen, Oberflächenmaterialien und Entsiegelungspotenzialen zur gezielten Ableitung von Maßnahmen wie beispielsweise Baumpflanzungen, Begrünung oder Entsiegelung. 
  2. Überflutungsrisiken vorbeugen: Modellierung von Starkregenereignissen, Fließwegen, Rückhaltemöglichkeiten und Überstaupotenzialen zur Identifikation kritischer Bereiche und zur Prüfung geeigneter Vorsorge- und Schutzmaßnahmen. 
  3. Klimaresiliente Stadtentwicklung unterstützen: Berücksichtigung von Mikroklima, Durchlüftung, Freiraumqualitäten und Flächenkonkurrenzen bei Nachverdichtung, Neubau und Umgestaltung, um Zielkonflikte frühzeitig sichtbar zu machen. 

Für den Anwendungsfall „Unter dem Pflaster“ sind insbesondere folgende technische Bausteine relevant: 

  • 3D-Visualisierungskomponente zur räumlichen Darstellung von Stadtmodellen, Szenarien und Planungssituationen. 
  • 2D-Kartenkomponente für klassische GIS-basierte Fachanwendungen und thematische Layerdarstellungen. 
Auf dem 3D-Modell von Kubitur lassen sich verschiedene Situationen simulieren, bspw. Verkehrsflüsse oder Hochwasser (Foto: Franz Bischof)
Auf dem 3D-Modell von Kubitur lassen sich verschiedene Situationen simulieren, bspw. Verkehrsflüsse oder Hochwasser (Foto: Franz Bischof)

Der Digitale Zwilling der Stadtverwaltung konzentriert sich zunächst auf zwei konkrete Anwendungsfälle: Auswirkungen des Klimawandels „Unter dem Pflaster“ und Veränderungen von „Hildesheim im Laufe der Zeit“.

Hildesheim im Laufe der Zeit soll die Vergangenheit wieder in die Gegenwart holen und die Veränderungen der Stadt im digitalen Zwilling aufzeigen. Historische Gebäude, ehemalige Paradigmen der Stadtentwicklung, aber auch Kunst und Kulturerbe sollen präsentiert werden. 

Unterschiedliche Visualisierungsformen werden eingesetzt, um anwendungsfallspezifische Inhalte angemessen darzustellen. Hierzu zählen: 

  • 3D-Visualisierungen: Zur Darstellung des Ist-Zustanden, von Simulationen und deren Ergebnissen, etwa bei Starkregen, Überflutungen, Hitzeinseln oder städtebaulichen Veränderungen.  
  • Dashboards: Für die Echtzeitüberwachung von Sensordaten wie Pegelständen, Temperatur, Luftfeuchtigkeit und weiteren Messwerten.  
  • 2D-Karten: Für klassische GIS-Ansichten, etwa Baumkataster, Entsiegelungs- oder Begrünungspotenzialkarten für Dächer oder Straßenräume oder für Heatmaps zur Visualisierung von Grünflächenversorgung, Defiziträumen oder räumlichen Belastungsschwerpunkten.  

Die Interaktion mit dem UDZ (Urbaner Digitaler Zwilling) wird über mehrere Zugangswege ermöglicht, damit unterschiedliche Zielgruppen mit dem System arbeiten können: 

  • Browser-basierter Zugriff: Für Verwaltung, Fachanwendung und interessierte Öffentlichkeit.  
  • Multitouch-Tisch: Für Workshops, Beteiligungsformate und kooperative Planungsprozesse. 

Interkommunaler Gewerbepark Nord (GE-Nord) der Stadt Hildesheim zusammen mit der Gemeinde Giesen

Lage:

Im Norden der Stadt Hildesheim bzw. südöstlich der Gemeinde Giesen zwischen Stickkanal und der BAB 7 gelegen.

Nutzung:

Ansiedlung von produzierendem Gewerbe, aber auch Nutzung der Flächen für Kleinstunternehmen, kleine und mittlere Unternehmen zur Erweiterung ihrer bestehenden Unternehmen. Schwerpunktaufgabe ist die Sicherung und Entwicklung von Arbeitsplätzen.

Besonderheiten:

Besonders ist die zusammenhängende Fläche von insg. 220 ha und die trimodale Anbindung an Kanal (Hafen der Stadt Hildesheim hat alleine eine Flächenentwicklungsmöglichkeit von ca. 110 ha), Bahn und Straße hervorzuheben. Zudem ist der Flugplatz in unmittelbarer Nähe. Es ist das größte Flächenpotenzial in Südniedersachsen. Zunächst wird von Süden nach Norden entwickelt. Aktuell befindet sich das Lange Feld im südwestlichen Bereich im Bau bzw. der Entwicklung.

Ansprechpartnerin:

Anna-Lena Lorenz (M.A.)

Stadt Hildesheim
Der Oberbürgermeister
FB 15 – Wirtschaftsförderung, Beteiligungen und Liegenschaften
Marketing und Öffentlichkeitsarbeit Smart City

E-Mail: a.lorenz@stadt-hildesheim.de
Telefon: 05121-301 1539
Mobil: 0157 - 85129909
www.hildesheim.de/smartcity

www.hi-zukunft.de


Hafen der Stadt Hildesheim

Lage:

Nordwestlich der Stadt Hildesheim, liegt der Hafen im Interkommunalen Gewerbepark Hildesheim-Giesen im südwestlichen Bereich (vgl. Interkommunaler Gewerbepark Hildesheim-Giesen).

Nutzung:

Zunächst für das Militär genutzt wurde nach dessen Aufgabe der Hafen als Gewerbestandort ausgebaut.

Verschiedenste Unternehmen siedelten sich an, um über den Kanal Produkte zu erhalten und zu verschiffen. Der Stichkanal ist an das europäische Wasserstraßennetz angebunden, sodass Containerschiffe über die einzelnen Kanäle bis zu den Binnenmeeren fahren können.

Besonderheiten:

Durch die direkte Anbindung an den Interkommunalen Gewerbepark Hildesheim-Giesen wurde eine Trimodalität geschaffen. Per Kanal sowie einer Anbindung an die übergeordnete Straßen-Infrastruktur (BAB 7) und zur Bahn kann über drei verschiedene Möglichkeiten der Hafen erreicht werden. Zusammen mit dem Interkommunalen Gewerbepark Hildesheim-Giesen ein flächenmäßig hochattraktives Gebiet. Der Hafen der Stadt Hildesheim hat eine potenzielle Fläche inkl. Gewerbe-Erweiterung nach Norden von ca. 110 ha.  

Ansprechpartnerin:

Anna-Lena Lorenz (M.A.)

Stadt Hildesheim
Der Oberbürgermeister
FB 15 – Wirtschaftsförderung, Beteiligungen und Liegenschaften
Marketing und Öffentlichkeitsarbeit Smart City

E-Mail: a.lorenz@stadt-hildesheim.de
Telefon: 05121-301 1539
Mobil: 0157 - 85129909
www.hildesheim.de/smartcity

www.hi-zukunft.de

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