Erneuerung Partnerschaftsvereinbarung in den Bereichen Jugend und Bildung

Caen – Normandie, 2.–5. Juni

Rückblick auf die Reise der niedersächsischen Delegation von Ministerpräsident Olaf Lies in die Normandie. Der Anlass der Reise war die Erneuerung der regionalen Partnerschaftsvereinbarung in den Bereichen Jugend und Bildung zwischen dem Land Niedersachsen und der Normandie sowie die Teilnahme an der Verleihungsfeier des Prix Liberté.

Der Aufenthalt in der Normandie war geprägt von wirtschaftlichen, universitären und historischen Begegnungen. Ein Teil der Reise war der Erinnerungsarbeit gewidmet: Besuch der Landungstrände, Kranzniederlegungen auf dem amerikanischen Soldatenfriedhof in Colleville-sur-Mer und dem deutschen Friedhof in La Cambe sowie ein Besuch des Mémorial de Caen. Eine Gruppe von Schülerinnen der Goethe-Schule Hannover begleitete den Ministerpräsidenten dabei durch alle Programmpunkte.

Das Treffen mit der Wirtschaftsförderungsagentur der Normandie (ADNormandie) verdeutlichte die vielfältigen Möglichkeiten wirtschaftlicher Zusammenarbeit zwischen den beiden Regionen.

Der Höhepunkt der Reise war die Verleihung des Prix Liberté an den afghanischen Aktivisten Matiullah Wesa, der für seinen Einsatz zugunsten der Grundschulbildung in Afghanistan ausgezeichnet wurde. Die Feier, an der mehr als 4.000 Schülerinnen und Schüler aus der Normandie teilnahmen, fand in Anwesenheit amerikanischer Veteranen statt und wurde durch zwei bedeutende Eröffnungsreden geprägt: die des Vizepräsidenten der Region Normandie, Bertrand Deniaud, und die des niedersächsischen Ministerpräsidenten, Olaf Lies. In diesem Jahr nahm zudem eine Gruppe von Schülerinnen der Käthe-Kollwitz-Schule an einem schulübergreifenden Chor teil.

Die Veranstaltungen rund um den Prix Liberté sind seit vier Jahren eines der Leitprojekte der Zusammenarbeit zwischen Niedersachsen und der Normandie. Die Antenne Métropole, das Institut Français Deutschland und das Land organisieren gemeinsam Veranstaltungen in Hannover (300 Schülerinnen und Schüler) und in Göttingen. Jedes Jahr stammt zudem eines der 25 Mitglieder der internationalen Jury aus Niedersachsen.

Diese Reise hat die Lebendigkeit und Tiefe der Partnerschaft zwischen Niedersachsen und der Normandie eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Verwurzelt in einer gemeinsamen Erinnerungskultur, richtet sich diese Zusammenarbeit entschlossen auf die Zukunft aus und stellt Jugend, Bildung und den deutsch-französischen Dialog in den Mittelpunkt ihres Engagements. Die über die Jahre zwischen beiden Regionen geknüpften Bande zeugen von dem gemeinsamen Willen, gemeinsam einen Raum des Austauschs, der Werte und konkreter Projekte zu gestalten. Der Aufenthalt in der Normandie war damit weit mehr als ein offizieller Besuch: ein neues Kapitel einer dauerhaften und engagierten regionalen Freundschaft.

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