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Ciné-Club | L'histoire de Souleymane

23. Februar, 19:00 - 21:00

Filmplakat "L'histoire de Souleymane" (Foto: allociné)

Der französische Spielfilm L’Histoire de Souleymane (2024) von Boris Lojkine erzählt eine Woche bzw. zwei Tage im Leben von Souleymane, einem jungen Migranten aus Guinea, der in Paris um sein Überleben und eine Zukunft kämpft.

Souleymane ist aus Guinea nach Frankreich gekommen mit der Hoffnung auf ein besseres Leben. In Paris arbeitet er als Fahrradkurier („Bike-Delivery“) durch die Straßen der französischen Hauptstadt – schnell, oft ohne genügend Schutz oder Rechte. Parallel zu seinem Job muss er einen wichtigen Termin wahrnehmen: Ein Anhörungstermin bei der zuständigen Behörde für Asylverfahren steht bevor und wird über seine Zukunft entscheiden. Er hat keinen regulären Aufenthaltsstatus („sans papiers“) und keine sicheren Papiere. Deshalb gerät er in prekäre Abhängigkeiten: Er nutzt das Konto eines anderen als Kurier, er übernimmt eine Geschichte, die ihm nicht ganz gehört – eine vorgeschriebene Erzählung, damit sein Asylverfahren Erfolg haben könnte.

Der Film zeigt, wie Souleymane nicht nur gegen äußere Strukturen kämpft – wie Ausbeutung in der Gig-Economy, kaum Schlafplätze, permanenter Druck – sondern auch innerlich ringt: mit Würde, Wahrheit, Identität und dem Wunsch nach einem Leben in Sicherheit. Letztlich spitzt sich alles auf diesen Anhörungstermin zu: Er muss mit einer Geschichte antreten, die nicht seine ist, um bleiben zu dürfen – doch im Inneren überlegt er, ob er diese fremde Geschichte wirklich leben will.

Regie: Boris Lojkine

Mit: Abou Sangaré, Nina Meurisse, Emmanuel Yovanie, Younoussa Diallo

Frankreich 2025, OmU (93 Min.)

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